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„Das Leben regiert die Welt“

Osterzeit in Peine „Das Leben regiert die Welt“

Das Osterfest hat für die Christen eine der höchsten Bedeutungen im Kirchenjahr. Am Ostersonntag wird die Auferstehung Jesu gefeiert, damit endet die Zeit der Trauer, die am Karfreitag mit dem Tod Jesu beginnt.

Kreis Peine. Die Bedeutung der Feiertage rund um das christliche Osterfest erklärt Pastorin Marion Schmager:

Gründonnerstag

„Bereits der Gründonnerstag ist wichtig“, sagt Schmager. Seit etwa 1500 Jahren feiern die Christen den Gründonnerstag zur Erinnerung an das heilige Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern am Vorabend der Kreuzigung gefeiert hat. Das Abendmahl bedeutet Abschied, gleichzeitig aber auch ein Anfang für den christlichen Glauben. Denn in Form von Brot und Wein wurde Jesus selbst aufgenommen und um Verge­bung der Schuld gebeten.

Woher der Name Gründonnerstag kommt, ist ungeklärt, er könnte auf das althochdeutsche Wort „grunen“ zurückgehen, was so viel bedeutet wie „greinen“ oder „weinen“. Die liturgische Farbe der Paramente in den Kirchen ist daher weiß – als Zeichen für ein Christusfest. Die liturgische Farbe der Passionszeit ist sonst violett, einige Gemeinden besitzen sogar schwarze Paramente, die allein dem Karfreitag vorbehalten sind. „Das gibt es zum Beispiel in Oberg“, sagt Schmager.

Karfreitag

Am Karfreitag ist Jesus gekreuzigt worden. Der Name des Tages leitet sich daher vom althochdeutschen „chara“ ab, was so wie „Klage“, „Elend“ oder „Trauer“ bedeutet. Der „Kummer-Freitag“ bedeutete früher den evangelischen Christen als strenger Bußtag und ist bis heute hoher kirchlicher Feiertag. Vor allem im Tod Jesu sahen die Reformatoren die Erlösung aus Sünde und Schuld.

Der Überlieferung in der Bibel zufolge ist der Karfreitag der Todestag Jesu. „An diesem Tag fanden der Prozess, die Kreuzigung und die Grablegung Jesu in Jerusalem statt“, sagt Schmager. Der Karfreitag ist der Gedächtnistag der Kreuzigung. Er wird als Fastentag und im Zeichen der Trauer in Stille und Besinnlichkeit begangen. Oft finden Gottesdienste am Nachmit­tag um 15 Uhr, zur Todesstunde Jesu, statt.

Angesichts der Trauer in den Kirchen sind die Gotteshäuser nicht geschmückt. Es fehlen Blumen und Kerzen auf dem Altar. Nach dem Gottesdienst am Karfreitag schweigen Glocken und Orgel der Kirche – bis zur Osternacht.

Karsamstag

„Der Karsamstag ist der Tag nach Jesu Tod und der Tag der Grabesruhe“, sagt Schmager. Gottesdienste sind an diesem Tag tabu. Die Altäre sind ohne Schmuck. Es ist ein Tag der Stille. „Am Karsamstag wurde nicht nur Jesus für tot erklärt, sondern auch die Hoffnung auf einen Retter begraben“, erklärt die Pastorin. Erst in der Nacht zum ersten Ostertag oder in der Frühe des Ostermorgens kommen die Christen zur Feier der Auf­erstehung zusammen.

Häufig werde der Karsamstag schon als „Ostersamstag“ zum Osterfest gezählt. Doch das Osterfest beginnt für Christen erst mit dem Gottesdienst am Abend oder in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag. Richtig ist, dass Ostersamstag der Sonnabend nach dem Osterfest ist.

Ostersonntag

Ostern beginnt mit der „Osternacht“ – Christen auf der ganzen Welt feiern die Auferstehung Jesu in festlichen Gottesdiensten. „Die neue Osterkerze wird entzündet und in die dunkle Kir­che getragen“, sagt Schmager. Die Feier gipfelt in dem Ruf: Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig aufer­standen.

Dazu gehört der Brauch, den Ostermorgen auf dem Friedhof zu begin­nen, bevor im Gottesdienst in der Kirche das Halleluja, der Lobpreis Gottes, der die Passionszeit über schwieg, erklingt. Ostern wird auf dem Friedhof gefeiert, weil Ostern Gottes unüberhörbares „Ja“ zum Leben ist. Schmager sagt: „Nicht der Tod ist das letzte, das die Welt regiert, sondern das Leben soll und darf die Welt regieren, das ist die Osterbotschaft.“

Thorsten Pifan

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