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Das Europaschützenfest steigt Ende August

Peine Das Europaschützenfest steigt Ende August

Ende August ist Europa zu Gast bei Freunden in Peine. Dann findet vom 28. bis 30. August an der Fuhse das 18. Europaschützenfest statt. Die Veranstalter erwarten 80 000 Besucher, beim großen Festmarsch am letzten Tag des großen Treffens der Völker werden zwischen 15 000 und 20 000 Schützen durch die Stadt marschieren.

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Gebhard Gohla und Thomas Weitling stellen die Planungen für das Europaschützentreffen vor.

Die Menschen aus dem Peiner Land sind dann Gastgeber und haben die einmalige Gelegenheit, ihre Visitenkarte in ganz Europa abzugeben. Die PAZ sprach mit Thomas Weitling und Gebhard Gohla vom Organisationsteam für das Europaschützenfest.

Was genau ist eigentlich das Europaschützenfest?

Thomas Weitling: Das Europaschützentreffen, so wird es auch genannt, ist ein Fest, das Bürger für Bürger ausrichten. In diesem Fall organisieren die Peiner ein Treffen für Gäste aus ganz vielen Ländern Europas. Verbindendes Element ist der Schießsport. Bei den Europaschützenfesten, die alle drei Jahre stattfinden, steht aber auch die Begegnung im Vordergrund...

... unter dem Dach der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen (EGS) ...

Gebhard Gohla: ... genau. Durch das Geschichtsbewusstsein der unterschiedlichen Gruppen innerhalb der EGS gehen die Schützen in Europa einen gemeinsamen Weg zu einem gemeinsamen Ziel. Durch das gegenseitige Verständnis für die unterschiedlichen Entwicklungen der einzelnen Traditionen wird auch die Idee der Völkerverbindung in Europa verwirklicht. Das brüderliche Miteinander fördert die europäische Einigkeit und das friedvolle Zusammenleben in Europa. 70 Jahre Frieden hat es in Europa nie zuvor gegeben, dafür sollten wir dankbar sein und alle Organisationen, die ein wenig dazu beitragen, unterstützen.

Es gibt aber auch Schießwettbewerbe.

Weitling: Ja, es wird der Europakönig und der Europaprinz am Samstag auf insgesamt 18 Schießständen beim traditionellen Vogelschießen ermittelt. Der Reiz dieses Schießwettbewerbs liegt darin, das die Zuschauer unmittelbar bei der Ermittlung des besten Schützen dabei sein können. Wer seine Schießkünste selbst ausprobieren möchte, kann dies bei einem der zahlreichen Nebenwettbewerben auf dem Gelände des Unternehmensparks und der Schießstände des TSV Bildung, der Schützengilde zu Peine und des Bürger-Jäger-Corps machen.

Aber nicht jeder hat Interesse am Schießsport.

Weitling: Das mag sein. Rund um das Treffen haben wir ein breit gefächertes Veranstaltungsprogramm vorbereitet, das auch gezielt für das Peiner Publikum und Gäste aus der Region ausgerichtet ist. Neben dem großen Festzelt auf dem Schützenplatz für rund 8000 Gäste wird es im Stadtpark reichlich kulinarische Angebote geben und auch eine eigene Bühne für regionale Künstler und Bands. Während die meisten Schützen erst am Freitag anreisen, beginnt unser Programm schon am Donnerstag mit einem Abend der Begegnung unter dem Stichwort Inklusion. Wir haben zwei integrative Bands verpflichtet, einmal Station 17 aus Hamburg mit dem Peiner Alexander Tsitsigias und die Boppin’ Blue Cats von der Lebenshilfe Berkhöpen, die schon mehrfach beim Eulenmarkt dabei waren. Am Freitag findet während des Investiturgottesdienstes in der St. Jakobi-Kirche ein Platzkonzert auf dem historischen Marktplatz statt. Sehenswert ist dabei auf jeden Fall auch die Flaggenparade. Wir rechnen mit vielen interessierten Besuchern auf dem Marktplatz.

Was tut sich zu der Zeit im Festzelt und in Stadtpark?

Weitling: Die Bühne im Stadtpark wird bereits ab 14 Uhr ein abwechslungsreiches Programm bieten. Am Freitagabend wird die MSG Peine-Ilsede das musikalische Programm im Festzelt unter dem Motto „Peine stellt sich vor“ eröffnen. Sehr gelungen sind an den Tagen oft die spontanen Auftritte der verschiedenen Musikgruppen, die mit angereist sind. Selbstverständlich werden auch viele Musikzüge aus der Stadt und dem Landkreis dabei sein.

Was gibt es Sehenswertes rund um das Treffen der Europaschützen?

Weitling: Am Samstag stellt sich das niederländische Lendal vor. Dort findet das Europaschützentreffen 2018 statt. Besonders sehenswert wird das dort traditionelle Fahnenschwenken sein. Die Peiner sollten sich aber auch den Festmarsch am Sonntag nicht entgehen lassen. Wir rechnen mit 15 000 bis 20 000 Schützen und zahlreichen Musikzügen, die daran teilnehmen. Viele von ihnen tragen sehr prachtvolle Gewänder. Das ganze Festmarsch durch die Peiner Innenstadt wird etwa fünf Stunden in Anspruch nehmen.

Was hat das Europaschützentreffen denn nun eigentlich mit dem Peiner Freischießen zu tun?

Weitling: Ganz kurz: Gar nichts! Das Peiner Freischießen ist unser traditionelles Heimatfest, das am ersten Sonntag im Juli vom Bürgermeister eröffnet wird. Das Europaschützenfest wird alle drei Jahre am letzten Augustwochenende gefeiert - und ist für Peine eine einmalige Gelegenheit, Gastgeber für Menschen aus ganz Europa zu sein und damit die Völkerverständigung zu fördern.

Und was haben die Peiner ganz konkret von dem Treffen?

Gohla: Wir erwarten neben den Schützen auch zahlreiche Besucher aus der Region, die als Zuschauer kommen. Viele kennen Peine nur vom Schild an der Autobahn. Das wird sich ändern. Bereits jetzt haben wir jede Woche künftige Gäste, die sich über unsere Stadt informieren. Bei meinen Spaziergängen mit Besuchern durch die Stadt freue ich mich immer wieder wie begeistert die Besucher unsere Stadt sehen. Mit etwas Glück und Geschick entwickeln sich durch dieses Fest auch Möglichkeiten, Unternehmen auf uns aufmerksam zu machen und Arbeitsplätze zu schaffen. Auch werden Menschen aus unserer direkten Nachbarschaft wie Braunschweig, Hannover und anderen Orten rundherum, wo zum Beispiel die Preise für Wohnraum sehr viel teurer sind, auf uns aufmerksam und finden in Peine, auch dank der sehr guten Verkehrsanbindung, ein neues Zuhause. Der schon gute Bekanntheitsgrad Peines wird weiter steigen. Die Peiner Innenstadt wird durch die Besucher weiter belebt und unsere Restaurants und Hotels bekommen neue Stammgäste, da Peine für viele Ost-West Pendler ein idealer Punkt zum Auftanken ist.

Offenbar ist Peine sehr beliebt. Die von Ihnen erwarteten Besucherzahlen sind rekordverdächtig.

Gohla: Wir werben mit dem Slogan ,Peine im Herzen Europas‘. Und das ist auch eine Tatsache. Von Posen bis Peine sind es rund 480 Kilometer und genauso weit ist es nach Antwerpen. Da sind die Wege vergleichsweise kurz. Außerdem haben wir bei den Europaschützenfesten in der Vergangenheit stets unsere Visitenkarte abgegeben und Werbung für Peine gemacht. Die Plenarversammlung im April vergangenen Jahres war in den Augen der Beteiligten ein toller Erfolg. Das hat das Interesse noch weiter gesteigert.

Interview: Thorsten Pifan

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