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Das Ende der Frauenbewegung?

Peine Das Ende der Frauenbewegung?

Peine. Jedes Jahr lädt Silke Tödter, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Peine, zum Frauenneujahrsempfang ein. So auch am Donnerstag im Forum. Rund 90 Frauen kamen zu einem Abend, der unter dem Motto „Junger Feminismus“ stand.

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1,40 Meter große Bloggerin: Ninia Binias alias „Ninia LaGrande“.

Quelle: bol

Peine. In ihrer nachdenklich stimmenden Ansprache zeigte Tödter die Entwicklung des Feminismus auf. Wie war das noch gleich 1994 mit dem Frauenstreiktag? Was tat sich mit der Wende? Was wollte die Politik nicht alles ändern und was hat sie geschafft? Und wie sieht sich die Frau selbst? Wie definiert sie ihre Rolle in der Gesellschaft?

Frauen verdienen im Schnitt 22 Prozent weniger als Männer. Unis, Unternehmen und vor allem die Politik werden von Männern dominiert. „Noch immer arbeiten 80 Prozent der deutschen Frauen nur halbtags“, erklärte Tödter„Die Bundesrepublik ist über das modernisierte Ernährermodell - er arbeitet Vollzeit, sie Teilzeit - noch nicht maßgeblich herausgekommen.“

Doch wo sind die aktiven Feministinnen geblieben? Tödter nannte einige Beispiele, so die Zeitschrift „Missy“, die 2008 von feministischen Popkritikerinnen ins Leben gerufen wurden. Und sie stellte Bloggerin, Poety-Slammerin sowie Social-Media-Expertin Ninia Binias aus Hannover vor. Sie hatte Tödter für einen Vortrag eingeladen - und der hatte es in sich.

Binias bloggt als „Ninia LaGrande“. Sie referierte über das Leben als Bloggerin, vor allem aber über das Leben als 1,40 Meter große Frau. Mit viel Wortwitz, Charme, Selbstironie und einer unglaublichen Beobachtungsgabe und Leichtigkeit. Das war und ist „junger Feminismus“ wie er seinesgleichen sucht. Und so ließ Binias sicherlich viele nachdenkliche Frauen zurück, nicht ohne gleichzeitig zu motivieren.

Im Gepäck hatte sie neben vielen Texten aus ihrem Buch „…und ganz, ganz viele Doofe“ auch einen Spruch ihrer Mama, den Binias den Besucherinnen ans Herz legte: „Wählt selbst, wo ihr stehen wollt.“

Nach humorigen Worten ging das Abendprogramm musikalisch weiter. Charlot Meyer-Jantzen und Carolin Scholz besuchen die BBS in Vöhrum und sind junge Nachwuchssängerinnen, die einige Songs aus den aktuellen Charts zum Besten gaben. Glockenklare Stimmen, charmante, noch etwas schüchtern wirkenden Frauen, die mit ihrer Musik ebenfalls ein Statement setzen. Junge Feministinnen eben.

bol

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