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„Das Boot“ bot eine Achterbahnfahrt der Gefühle

Peine „Das Boot“ bot eine Achterbahnfahrt der Gefühle

Peine. Bedrückend, lebensecht, großartig gespielt: In den ausverkauften Peiner Festsälen erlebten die Zuschauer beim dramatischen Schauspiel „Das Boot“ nach dem Romanbestseller von Lothar-Günther Buchheim eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

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Eindringlich spielte das Ensemble in toller Kulisse.

Neun eindringlich agierende Schauspieler arbeiteten die verschiedenen Charaktere der Besatzung fein heraus. Sie ließen Konflikte und Nöte beim Leben auf engstem Raum deutlich werden - rau und doch sensibel gelenkt vom „Alten“ (gespielt von Hardy Krüger jr.).

Die Kulisse bildete tatsächlich ein Boot. Anfangs war die Stimmung gut, die Besetzung hielt sich trotz der Ungewissheit, in der sie die Familie zurück gelassen hatte, tapfer. Mit fortschreitender Fahrt eskalierten kleine Streits. Aber dann: Feindkontakt, Stimmungshoch, schlechtes Gewissen. Jeder war darauf trainiert, zu vernichten. Ihr Herz, so zeigten es die Darsteller, hatten trotzdem einige nicht verloren.

Sehr berührend: die Szene, in der die Entscheidung fällt Schiffbrüchige nicht aufzunehmen - weil es verboten ist. Die Sinnlosigkeit des Krieges, Entscheidungen bei denen das Leben der Soldaten „vom Schreibtisch aus“ riskiert wurde, zeigten sich oft mehr „zwischen den Zeilen“ und im Geschehen und waren deshalb umso eindringlicher. Großartig gespielt: In der Meerenge von Gibraltar beinahe versenkt, tauchte das Boot aufs Dreifache seiner eigentlich ausgelegten Tiefe ab. Der Luftmangel im Boot war förmlich zu spüren. Rettung in letzter Sekunde mit einem notdürftig reparierten Boot. Aufatmen im Publikum.

Sicherlich: Die Kommandosprache mit „Verdammt nochmal“ als häufigstem Satz war kein lyrisches Werk, aber gerade dadurch wurde eine passende Stimmung erzeugt. Sorgsam eingearbeitete Effekte und sparsam eingesetzte Musik unterstrichen die Handlung. Besonders als an Heiligabend der zusammenklappbare Weihnachtsbaum hervorgeholt wurde, ein Offizier auf der Mundharmonika „Stille Nacht“ spielte und sich die Besetzung auf zu Hause freute, fühlte man mit.

Ohne erhobenen Zeigefinger, ohne Kitsch und Verherrlichung wurde der Seekriegswahnsinn dargestellt. Die Schauspieler wurden mit tosendem Applaus und Bravorufen belohnt.

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