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„Dantons Tod“: Ein modern inszenierter Klassiker

Peine „Dantons Tod“: Ein modern inszenierter Klassiker

Klassisches Theater neu in Szene gesetzt: Mit „Dantons Tod“, dem emotionsgeladenen Revolutionsdrama von Georg Büchner, erlebten die etwa 300 Besucher der Peiner Festsäle ein packendes Stück Welt- und natürlich Theatergeschichte und eine moderne, zeitgemäße Inszenierung des Klassikers.

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Die Streitgespräche zwischen Robespierre und Danton gipfelten in Dantons Hinrichtung. Die Kulisse ließ viel Freiraum für Fantasie.

Quelle: gs

Peine. Das seit 1902 immer wieder aufgeführten Drama ließ Parallelen zum „Jetzt“ aufblitzen. Trotz der geschliffenen Sätze Büchners: Die Ränke um Macht, intrigante Politikspielchen und der Kampf um Volkes Stimme haben nie an Aktualität und Brisanz verloren.

Die Produktion des Theaters für Niedersachsen glänzte mit brillanten Schauspielern. Allen voran der großartige Dennis Habermehl, der seinen Danton als ewig zweifelnden, der Revolution und des Kampfes müde gewordenen Helden verkörperte. Sein Gegenspieler Robespierre wurde von Moritz Nikolaus Koch als zynisch, zwanghaft, süffisant sprechend und sehr scharfzüngig hervorragend in Szene gesetzt.

Höhepunkt des zweieinhalbstündigen Stücks ist das dramatische Rededuell der beiden Protagonisten vor Dantons Hinrichtung. Hier der eine, der zum letzten Mal seine Leuchtkraft als Revolutionsführer strahlen lässt und unabhängig von der eigenen Person die Revolutionsidee verteidigt, und dort der nach absoluter Macht strebende Robespierre, der ebenso brilliant wie kaltherzig die einstigen Ideale und Freunde in Frage stellt und schließlich dem Machtstreben opfert. Kraftvoll und voller Inbrunst verteidigte Danton seine Ideen, abgebrüht und eiskalt trat ihm Robespierre gegenüber.

Die Schauspieler arbeiteten wunderbar die Gegensätze zwischen den einstigen Weggefährten heraus. Die schmucklose, doch daher sehr aussagekräftige Kulisse, zwei Bürger, die teils slapstickartig durch die Handlung führten und großartig agierende Darsteller gaben dem vom Inhalt schweren Stück eine gewisse Leichtigkeit. Danton ist tot - es lebe der König? Nachdenklich belohnte das Publikum am Ende das Ensemble mit stürmischem Beifall.

gs

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