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DRK-Geschäftsführer Liechti geht in Rente

Peine DRK-Geschäftsführer Liechti geht in Rente

1948 wurde der Kreisverband Peine des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ins Vereinsregister eingetragen. Seit 1980 ist Reinhard Liechti Geschäftsführer, erst der zweite in der langen Historie des Vereins. Zum neuen Jahr endet die Ära: Liechti geht in Rente, Nachfolger wird Ralf Niederreiter.

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Staffelübergabe beim DRK: Reinhard Liechti (links) und Ralf Niederreiter.

Quelle: oh

Fast 35 Jahre wird Reinhard Liechti dem DRK-Kreisverband Peine als Geschäftsführer vorgestanden haben, wenn er sich Ende Dezember in die Rente verabschiedet. Aufgewachsen ist der 63-Jährige in Schwicheldt, zog Anfang der 1970er Jahre der Liebe wegen aber nach Nordhorn und arbeitete dort in leitender Funktion in einer Wellpappen-Firma. „Für mich stand immer fest, dass ich irgendwann zurück nach Peine möchte.“

Als Liechti 1979 eine Zeitungsannonce in der PAZ sah, bot sich die Chance: Das DRK Peine suchte einen neuen Geschäftsführer, als Cecilie von Stieglitz nach 32 Jahren den Posten abgeben wollte. „Ich kam zwar nicht aus der Rotkreuz-Branche, aber ich dachte mir: Wenn ich Verpackungsmaschinen verkaufen kann, dann kann ich auch ‚Hilfe‘ verkaufen.“ Liechti bewarb sich - und bekam am Heiligen Abend 1979 die Zusage. Los ging es Mitte 1980, Liechti blieb fast 35 Jahre.

Seit den ersten Tagen als DRK-Geschäftsführer hat sich viel getan. „Als ich 1980 hier anfing, war die Geschäftsstelle des Kreisverbands ein einfaches Wohnhaus, ich hatte ein neun Quadratmeter großes Büro und mein ‚Bürostuhl‘ war eigentlich ein Küchenstuhl.“ Anfänglich habe der DRK Peine 60 angestellte Mitarbeiter gehabt, zum Beispiel im Rettungsdienst oder in den Seniorenheimen. „Mittlerweile sind es 250. Das entspricht einem mittelständischen Unternehmen“, sagt Liechti. „Dazu kommen rund 700 Ehrenamtliche in 29 Ortsvereinen und knapp 9000 fördernde Mitglieder. Wir sind so gesehen vermutlich der größte privatrechtliche Verein im Kreis Peine.“ Der Kontakt mit Menschen habe immer dazu gehört. „Ich habe viele Charaktere kennengelernt, mit allen Altersklassen zu tun gehabt. Das hat mir immer viel Spaß gemacht.“

Vieles sei über die Jahrzehnte in Erinnerung geblieben. Die Modernisierung des Seniorenzentrums in Oelheim in den 1980er Jahren zum Beispiel, oder die Umsiedlung des Rettungsdienstes aus dem Peiner Zentrum heraus in die Hallen der Peiner Simonstiftung. Besonders intensiv seien auch noch die Gedanken an den Mauerfall 1989. „Ich war auf dem Weg zur Mitgliederversammlung des Kreisverbandes in Oberg, als ich die Nachricht von der Grenzöffnung im Radio hörte. Ich dachte erst, das sei eine Ente.“ Der DRK richtete kurzerhand eine Aufnahmestelle für DDR-Aussiedler ein, vermittelte Unterkünfte und Arbeitsmöglichkeiten. „Die ganze Luft roch nach Zwei-Takter-Öl der Trabbis. Die Euphorie war riesig. In dieser Zeit entstanden viele Kontakte und Freundschaften“, erzählt Liechti.

Natürlich gebe es auch heute noch zahlreiche Herausforderungen. Die neueste ist der geplante Bau eines Seniorenheims am Peiner Stadtpark (PAZ berichtete mehrfach). Die Bauarbeiten sollen im März 2015 beginnen. Mit den Planungen war noch Liechti betraut - sein Nachfolger Ralf Niederreiter (siehe Info) wird das Bauvorhaben betreuen. Liechti hat ihm das Feld bereitet. „Wir können mit dem Stand des Roten Kreuzes in Peine zufrieden sein“, sagt der Noch-Geschäftsführer. „Der Kreisverband ist ein leistungsfähiger und finanzstarker Wohlfahrtsverband. Für die Aufgaben und Herausforderungen der kommenden Jahre sind wir gut gewappnet.“

Wenn die jedoch akut werden, kann Liechti sich als Rentner stattdessen auf seine Hobbys konzentrieren. „Ich habe schon vor Jahren gesagt, mit 63 Jahren möchte ich in Rente. Nach fast 35 Jahren reicht es ja auch langsam. Ich habe noch viel vor und freue mich auf die Zeit“, sagt Liechti. Erst einmal will er aber ein Vierteljahr gar nichts tun. „Und dann mache ich vielleicht ein paar schöne Radtouren, entlang Weser oder Elbe. Das stelle ich mir toll vor.“ Auch für Familie und die beiden Enkelkinder hat der 63-Jährige dann mehr Zeit. „Langweilig wird mir jedenfalls nicht.“

js

INFO

Neuer Geschäftsführer: Niederreiter

Neuer Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Peine wird Ralf Niederreiter. Er tritt die Stelle zum 1. Januar 2015 an. Der 50-Jährige wohnt in Braunschweig, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Peine ist dem DRK-Chef in spe gut bekannt: Von 1999 bis 2004 war er stellvertretender Verwaltungsdirektor im Kreiskrankenhaus Peine.

„Ich habe die Kontakte nach Peine immer gehalten“, sagt Niederreiter, der sich gegen 128 Mitbewerber auf die Geschäftsführer-Stelle durchsetzte. Zuletzt war Niederreiter Geschäftsführer einer Behinderten-Wohnstätte in Schwerin. „Peine ist für mich zwar die erste DRK-Station, aber ich war immer schon im Sozialbereich tätig.“ Wichtig sei, das vorhandene Qualitätsniveau zu erhalten, Kontinuität zu gewährleisten und zu schauen, „was man auch noch besser machen kann“.

js

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