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Christof Pannes überzeugte mit seinem Konzert in der St.-Jakobi-Kirche

Peine. Christof Pannes überzeugte mit seinem Konzert in der St.-Jakobi-Kirche

Vor den musikalischen Überraschungen und Meisterleistungen von Kirchenkreiskantor Christof Pannes und seiner St.-Jakobi-Kantorei war man als Zuhörer noch nie sicher. Was aber diesmal in St. Jakobi beim jüngsten Konzert unter seiner Leitung stimmlich und musikalisch geradezu wie ein Höhenfeuerwerk glänzte, ergriff die Besucher besonders intensiv.

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Stimmgewalt und einen langen Atem bewiesen die Musiker beim jüngsten Pannes-Konzert in der St.-Jakobi-Kirche.

Quelle: im

Eine schwer an Parkinson leidende Zuhörerin bekannte mit Tränen in den Augen, die „Psalmenvesper“ mit Heinrich Schütz’ vertonten Psalmen Davids und den Symphoniae Sacrae II „wie schwebend und schmerzfrei“ erlebt zu haben. Andere Besucher verließen in einer selten befreiten Stimmung die Peiner Stadtkirche - offenbar emotional durch- und wachgeschüttelt, wie es wohl tatsächlich nur diese Musik vermag. Heinrich Schütz’ Psalmen Davids waren zur Aufführung angekündigt - der erste große Erfolg im geistlichen Repertoire des Komponisten. Nun wäre aber Pannes nicht er selbst, würde er sich mit seiner Kantorei lediglich darauf beschränken.Stattdessen kombiniert er eine Auswahl von fünf Psalm-Vertonungen mit Teilen aus Schütz’ Symphoniae Sacrae II und garniert dies mit ein paar bombastischen Instrumentalsätzen von Schützens italienischen Zeitgenossen zu einer Art liturgisch-musikalischer Vesper, dem Abendgebet der Kirche.

Gemeinsam landet er in bewährter Zusammenarbeit mit dem Göttinger Barockorchester, glanzvoll angereichert mit zeitgenössischen Instrumenten wie Zink, Dulcian und Chiatronne, sechs Solisten und seiner Kantorei den erwähnten konzertanten Volltreffer.

Wie umsichtig setzt er mit Chor und Musikern diese unglaublich üppigen musikalischen Strukturen um, wie ergreifend die gesanglichen Textdeutungen der biblischen Poesie. Bis zu 20 Stimmen in vier Chören - was für einen Kraftakt an Konzentration verwandelt das Ensemble zu himmlisch sicherem Vortrag.

Auch die sechs Vokalisten bringen sich optimal ein. Besonders lässt jedoch Sopranistin Magdalene Harer bei jedem Einsatz aufhorchen: Sie verfügt über dieses ungewöhnlich warme und gewinnende Lächeln in der Stimme, diese samtig-luzide Schimmern, deren Ausdruck so lebhaft zupackt - in Herz und Bauch.

Pannes am Pult ist nicht zu bremsen. Mit großen Gesten scheint er jedes noch so verborgene Quäntchen stimmlicher Begabung aus jedem einzelnen seines Ensembles zu locken, um es zu diesem wunderbar klingenden großen Ganzen zusammenzuführen. So mündet dies alles zu einem solch musikalisch und emotional überzeugenden Lobgesang und Glaubenszeugnis, tiefer wirkend als noch so gewählte Worte.

uj

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