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Carl Voges: Wie aus dem Knopfhändler der stellvertretende Bürgermeister und Senator wurde

Peine Carl Voges: Wie aus dem Knopfhändler der stellvertretende Bürgermeister und Senator wurde

Peine . Die Senator-Voges-Straße, die vom Peiner Hagenmarkt abgeht, ist vielen Peiner bekannt, doch wer war der Mann, der dieser Straße seinen Namen verliehen hat? Die PAZ stellt Carl Heinrich Theodor Voges in einer Artikelserie vor.

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Ein seltenes Foto von Senator Carl Voges.

Quelle: Stadtarchiv

Das Elternhaus von Voges, das den elterlichen Betrieb beherbergte, wurde den Anforderungen des wachsenen Knopfhandels, der zudem um das Posament erweitert wurde, nicht gerecht. Posamentierer verzieren Stoffe mit Zierleisten oder auch Kordeln. So tauschte Voges sein Haus gegen die Nummer sieben für 7.500 Mark.

Voges dehnte das Geschäft aus, er reiste nach Hannover und Braunschweig - wobei er dies ohne Zollschranken tun konnte, weil 1866 die Gewerbefreiheit eingeführt worden war. „In den 70er- und 80er-Jahren hatte ich einen Leutebestand von 20-25 Personen an Gehilfen, Lehrlingen und jungen Mädchen“, schreibt Voges in seinem Lebenslauf von 1917. Eine ausführliche Variante des Lebenslaufs befindet sich in den Händen von Michael Utecht im Peiner Stadtarchiv.

Zu Voges umtriebigen Leben gehörte auch, dass er regelmäßig die Kirche besuchte, außerdem war er 51 Jahre lang als Kirchenvorsteher tätig.

Zudem gründete er 1872 einen Ortsverein des „Nationalliberalen Vereins“ und wurde 1873 zum Bürgervorsteher für den Damm und die Breite Straße, seine unmittelbare Nachbarschaft, gewählt. Er setzte sich für die dortige Einrichtung einer Wasserleitung und den Anschluss an die Kanalisation ein und konnte dies auch durchsetzen. Obwohl „die Bewohner des Damms und der Neustadt ihr Trink- und Kochwasser mit Eimern aus dem am Markt gelegenen Brunnen holen mussten“, waren sie gegen die Wasserleitung. 1888 wurde Voges dann zum zweiten Senator ernannt, das Amt, in dem er über 30 Jahre wirkte. Er gab das Geschäft auf, verkaufte das Elternhaus und zog in die Goethestraße 1.

Zuständig war Voges nun für die Kasse der Stadt Peine, für die Einkommenssteuer sowie das Standesamt. Voges brachte es zudem zum stellvertretenden Bürgermeister und ältesten Senator. Da die Amtsinhaber durch Krankheit oder persönliche Probleme oft verhindert waren, übernahm Voges immer mehr Verantwortung.

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