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Caritas und Kirchengemeinde St. Jakobi starten Hilfsaktion für Jesiden

Kreis Peine Caritas und Kirchengemeinde St. Jakobi starten Hilfsaktion für Jesiden

Kreis Peine. Der Caritasverband Peine ruft in Kooperation mit der St. Jakobi-Kirchengemeinde zu einer lokalen Spendenaktion auf. Mit dem Spendengeld soll Tausenden Jesiden, Christen, Aleviten und schiitischen Moslems im Nordirak, Syrien und der Türkei geholfen werden, die von der Terror-Organisation Islamischer Staat (IS) verfolgt werden.

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Kurden demonstrierten am 15. August in der Peiner Fußgängerzone gegen die Terror-Miliz Islamischer Staat und den Völkermord an den Jesiden.

Quelle: Archiv

Angestoßen wurde die Aktion vom Peiner Seyhmus Devudili, der betroffene Freunde und Verwandte in der Türkei hat, die unter den Kriegszuständen und der Flucht leiden. Er wandte sich an den Caritasverband Peine und bat um Unterstützung. Auf der Seite der evangelischen Kirchengemeinde war es Suriye Alkan aus Ilsede, die den Kontakt herstellte, und auch hier um Unterstützung bat. Alle Seiten trafen sich am gestrigen Dienstag, um Details der Hilfe zu besprechen.

Um die Lage zu verdeutlichen, berichtete Devudili über die Zustände, unter denen die Menschen in den Flüchtlingslagern in der Osttürkei leben müssen. „Türkei, das ist für viele Urlaub und ein schönes Hotel. Aber für meine Landsleute ist es der blanke Horror“, erläuterte er. „Im Nordirak und Syrien fliehen Mütter mit ihren Kindern und Ältere mit nicht mehr als der Kleidung am Leib. Mit Treckern, einem Dolmus (Sammeltaxi in der Türkei) oder zu Fuß fliehen sie vor Verfolgung, Mord und Hunger in die nächstgrößere Stadt. Und von dort aus in die Türkei, zum Beispiel nach Batman.“ Devudili zeigte im Gespräch mit der PAZ ein Video aus einem der Flüchtlingslager. „Auf Privat-Initiative der Menschen vor Ort wird geholfen, aber die Hilfe reicht vorn und hinten nicht aus. Und es steht der Winter vor der Tür. Der ist in der Türkei kalt, mit bis zu minus 15 Grad muss gerechnet werden“, machte er die Not der Menschen deutlich.

„Wir wollen von Peine aus mit Geldspenden helfen“ sagte Superintendent Dr. Volker Menke, der für die St. Jakobi-Kirchengemeinde sprach. „Mit den Spenden sollen vor Ort Hilfsgüter wie Kleidung, Nahrung - besonders Babynahrung - und Medikamente gekauft werden, damit auch die dortige Wirtschaft am Leben gehalten werden kann.“ Dem schloss sich auch Gerhard Nolte vom Caritasverband Peine an und ergänzte: „Die Türkei nimmt derzeit an einem Tag so viele Flüchtlinge auf wie Deutschland in einem Jahr. Da kann mit Geldmitteln vor Ort am besten Hilfe geleistet werden.“

Devudili möchte zusammen mit einem weiteren Helfer, Ali Dag, auf eigene Kosten in die Türkei reisen und die Hilfsaktion mit den Organisationen vor Ort, dem Diakonie-Katastrophenbündnis und der Caritas International, koordinieren.

Bankverbindung für Spenden unter dem Verwendungszweck „Verfolgte im Nordirak“ lautet: Gemeinde St. Jakobi, IBAN: DE98252500010000114009 BIC: NOLADE21PEI oder Caritas Peine, IBAN: DE69252500010002709087, BIC: NOLADE21PEI.

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