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Campingplatz-Mord „im Rausch und in Panik“

Staatsanwaltschaft Campingplatz-Mord „im Rausch und in Panik“

Mord und Totschlag: Weil er die Trennung von seiner früheren Freundin nicht verkraften konnte, musste sie sterben. Ein 30-jähriger Peiner hat am 26. August die 27-jährige Frau in einem Wohnwagen auf dem Campingplatz Cuxhaven-Sahlenburg erstochen. Als deren gleichaltrige Freundin, mit der das erste Opfer gemeinsam im Urlaub war, erwachte, brachte der Mann auch sie mit einer Vielzahl von Stichen und Schnitten um. Die Staatsanwaltschaft Stade hat Anklage erhoben, der mutmaßliche Täter ist geständig.

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Beamte der Spurensicherung am Tatort auf dem Campingplatz Cuxhaven-Sahlenburg: Sein erstes Opfer hatte der 30-jährige Peiner nach eigenen Angaben im Wohnwagen erstochen. Die Freundin des Opfers flüchtete noch etwa 100 Meter weit, bevor der mutmaßliche Täter sie einholte und auch durch eine Vielzahl von Stichen tötete.

Stade . Wegen Mordes und Totschlags muss sich der 30-jährige Peiner Transporteur vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Stade verantworten. Einen Verhandlungstermin gibt es noch nicht, der Mann sitzt seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft. Peiner Polizeibeamte hatten ihn am 27. August vor seiner Wohnung an der Falkenberger Straße gestellt.

„Dem Mann wird vorgeworfen, in der Nacht zum besagten Mittwoch zwei 27-jährige Frauen aus Winsen/Aller auf einem Campingplatz in Cuxhaven-Sahlenburg mit 18 beziehungsweise 15 Messerstichen getötet zu haben“, sagte gestern Kai Thomas Breas, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Stade im PAZ-Gespräch. „Beide Opfer sind laut Obduktionsbericht an Verletzungen der Lunge und der Brusthöhlen gestorben.“

Laut Anklageschrift ist der Mann in der Tatnacht auf den Campingplatz nach Cuxhaven-Sahlenburg zu seiner Ex-Freundin gefahren. Als er dort eintraf, habe er sie und deren Freundin in einem Wohnwagen schlafend vorgefunden. Seine Ex-Freundin sei dann irgendwann aufgewacht und er habe mit einem mitgebrachten Küchenmesser auf sie eingestochen. Durch die Auseinandersetzung des Mannes mit seiner Ex-Freundin sei die andere Frau aufgewacht, habe versucht zu flüchten und schreiend Hilfe zu holen. Daran habe der Angeschuldigte sie aber hindern wollen, so dass er hinter ihr hergelaufen sei und sie etwa 100 Meter vom Wohnwagen entfernt eingeholt und getötet habe, sagte Breas.

Der Täter flüchtete mit einem Auto, das ein Peiner Kennzeichen hatte. Die Tatwaffe warf er angeblich weg. Die Peiner Polizei stellte fest, dass der Wagen einer früheren Freundin des Mannes gehörte, er ihn aber nach der Trennung behalten hatte. Diese Freundin war allerdings nicht das Cuxhavener Opfer. Die Polizei traf sie unversehrt in ihrer Wohnung an. Am Morgen nach der Tat nahmen die Peiner Beamten den mutmaßlichen Mörder fest. In einem Container in der Nähe des Hochhauses an der Falkenberger Straße stellten sie blutverschmierte Kleidung sicher.

„Wir haben das Messer“, sagte Staatsanwalt Breas auf PAZ-Nachfrage. Nähere Angaben wollte er dazu nicht machen. „Es ist ein größeres Küchenmesser.“ Auch wo es gefunden worden war, sagte er nicht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Totschlag und Mord zur Verdeckung einer Straftat vor. Der Angeschuldigte habe die zweite Frau getötet, um zu verhindern, als Täter erkannt und gefasst zu werden.

Vor einem möglichen Hauptverhandlungstermin soll eine psychiatrische Untersuchung zur Schuldfähigkeit des Angeschuldigten angeordnet werden. Der Angeschuldigte hatte die Taten bereits in seiner polizeilichen

Vernehmung und bei seiner Vorführung vor dem Ermittlungsrichter eingeräumt. Er gab an, die Trennung von seiner Ex-Freundin nie richtig verwunden zu haben. Ferner habe er – als die Frauen aufwachten – wie „im Rausch und in Panik“ gehandelt zu haben.

Michael Schröder

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