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CDU rät zu historischen Namen für Neubau-Straßen

Peine-Vöhrum CDU rät zu historischen Namen für Neubau-Straßen

Vöhrum. Historische Namen sollen die Planstraßen im Baugebiet „Nördlich Hainwaldweg“ tragen. Dafür macht sich jetzt die CDU-Fraktion des Ortsrates Vöhrum/Eixe/Landwehr stark. Es handelt sich dabei um die Namen „Zum Knickteich“, „Am Heerbruch“ und „Zur Hahnenseeschen Burg“ oder alternativ „Großvordenweg“.

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Ingo Reinhardt und seine Kindern bei einem Spaziergang durchs Vöhrumer Neubaugebiet.

Ortsbürgermeisterkandidat Ingo Reinhardt begründet den Vorschlag mit dem jüngsten Fund des Peiner Archäologen Thomas Budde. Dieser hatte vor kurzem ein Grabensystem der spätmittelalterlichen Landwehr freigelegt (PAZ berichtete).

„In den alten Grenzkarten des 17. und 18. Jahrhunderts sind Orts- und Flurbezeichnungen überliefert, die offensichtlich aus dem späten Mittelalter stammen und die Jahrhunderte überdauert haben“, erklärt Reinhardt die Vorschläge der CDU-Fraktion. Hier würde es sich also anbieten, den geschichtlichen Hintergrund des Neubaugebiets in der Straßenbenennung aufzugreifen. „Die Namen könnten zukünftig interessierte Bürger anregen, weiter nach den Spuren ihrer Geschichte zu forschen. Und vielleicht ist es dadurch möglich, dass die Allgemeinheit eines Tages erfährt, wer zu welchem Zweck das gewaltige Grenzbefestigungssystem an der Landwehr errichtet hat“, so Reinhardt.

Zum Knickteich: Die Bezeichnung „Knickteich“ ist in sämtlichen Grenzkarten des 18. Jahrhunderts fortlaufend zu finden. Der Teich befindet sich in der Senke hinter Borchfeldts Halle und ist vom Baugebiet in westlicher Richtung etwa 300 Meter entfernt.

Am Heerbruch: Die Bezeichnung „Heerbruch“ stammt aus der ältesten Vöhrumer Grenzkarte von 1620 und steht im Zusammenhang mit dem „dreifachen Landgraben“. In einer späteren Grenzkarte von 1725 ist im gleichen Bereich des Landwehrgrabens ein Durchlass eingezeichnet, den Budde nun bei seinen Ausgrabungen entdeckt hat.

Zur Hahnenseeschen Burg: Etwa 300 Meter in nordöstlicher Richtung des Baugebiets hat sich im Bereich der „Vöhrumschen alten Dorfstette“ ein „Hopfengarten“ befunden, der 1772 in der Landbeschreibung „Hanenseesche Burg“ genannt wurde.

Großvordenweg: Der einstige Ort „Groten Vorden“ ist umfangreich in der Ortschronik behandelt worden. Demnach ist er im Laufe des 15. Jahrhunderts aufgegeben worden und wurde zur Wüstung.

mgb

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