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CDU freut sich zu früh, SPD geschockt

Wahl: So reagieren die Peiner Politiker CDU freut sich zu früh, SPD geschockt

Um 21.37 Uhr ist es amtlich: Heil vorn -- SPD verliert 13 Prozent Stimmen -- CDU legt leicht zu im Wahlkreis.

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Kreis Peine. Es ist ein Abend heftiger Emotionen nach einem eher ruhigen und sachlichen Wahlkampf. Als pünktlich um 18 Uhr die erste Prognose über die Bildschirme flimmert, bleibt es erst einmal still in der CDU-Geschäftsstelle am Peiner Schützenplatz. 33,5 Prozent, das ist schwach. Doch als dann die FDP-Zahlen mit fast 15 Prozent genannt werden, brandet Jubel auf: Die schwarz-gelbe Koalition wird kommen, der Vorsprung ist deutlich genug: 320 Sitze im Parlament, das muss reichen, auch wenn es im Laufe des Abends noch kleine Verschiebungen geben wird. Gratulationen und Glückwünsche an Ewa Klamt, die den ersten Teil des Abends in Peine ist und dann in ihre Gifhorner Heimat fährt. Für sie wird es ein langer Abend. Um 23 Uhr gesteht Ewa Klamt ihre Niederlage ein. Sie will jetzt in den wohlverdienten Urlaub gehen und danach zurück in ihren Beruf.

Betroffenheit und Schweigen herrscht dagegen zuerst bei der SPD: Ein Dutzend Wahlkämpfer wartet mit dem Unterbezirksvorsitzenden Gerd Meister und dem Stadtverbandsvorsitzenden Anis Ben Rhouma vor der großen Leinwand im Egon-Bahr-Haus. Einige schütteln den Kopf, niemand spricht, erst als einige Minuten später die Nachricht kommt, dass die rechtsgerichtete DVU nicht ins Brandenburger Parlament einzieht, gibt es einen Seufzer.

Sicher, die Umfragen waren schlecht, aber in den vergangenen Tagen vor der Wahl gab es doch einen Aufwärtstrend. Das Wunder ist jedoch ausgeblieben, und der Schmerz trifft tief. Erst zwei Stunden später, als sich langsam das Ergebnis verfestigt, dass Hubertus Heil das Direktmandat errungen hat, wird die Stimmung langsam besser.

Gerd Meister bringt es auf den Punkt: „Wir haben gewusst, dass es eng werden wird. Es hat einfach nicht gereicht.“ Im Fernsehen treten Kanzler-Kandidat Frank-Walter Steinmeier und SPD-Chef Franz Müntefering auf. Mit großer Spannung erwarten die Peiner Genossen, ob es schon am Abend personelle Konsequenzen geben wird. Nein: In Zeiten der Krise verschwindet ein Sozialdemokrat nicht, gibt Steinmeier als Parole aus.

Einen ersten Applaus gibt es dann doch, als Steinmeier sagt, dass „diese Mission noch nicht beendet ist“.

Derweil machen es die Wahlhelfer noch einmal spannend, denn in einem der 327 Wahlbezirke im Wahlkreis Gifhorn/Peine gibt es anscheinend Probleme. Alle übrigen Ergebnisse sind da, der Vorsprung von Heil gegenüber Ewa Klamt kann durch den einen Bezirk nicht mehr aufgeholt werden.

Um 21.37 Uhr ist es dann amtlich: Heil hat das Direktmandat geholt. Eines ist dann aber auch amtlich: Bei den Zweitstimmen hat die SPD im Wahlkreis mehr als 13 Prozent verloren. Die CDU legt knapp ein Prozent zu.

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