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Busfahrer setzt Zehnjährigen auf die Straße

Kreis Peine Busfahrer setzt Zehnjährigen auf die Straße

Abruptes Ende einer Busfahrt: Auf halber Strecke zwischen Broistedt und Vöhrum setzte ein Busfahrer einen zehn- und einen elfjährigen Jungen an einer Haltestelle auf die Straße. Der Busfahrer sagt, die Schüler hätten sich geprügelt. Die Eltern sprechen dagegen von einer „Kabbelei“.

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Schüler drängen am Schulzentrum Groß Ilsede in einen Bus der Linie 530 nach Broistedt.

Quelle: archiv

Kreis Peine . 6.45 Uhr: Der Bus startet in Broistedt mit den Schülern an Bord. Es ist die Linie 530, eingesetzt ist dort ein großer Gelenkbus, der etwa 100 Fahrgäste fasst. „Ab Lengede beobachtete der Fahrer im Rückspiegel, dass sich die Jungs prügelten“, berichtet Werner Bettels, Geschäftsstellenleiter der Regionalbus Braunschweig in Peine. Auch in Groß Lafferde hätten die Schüler noch keine Ruhe gegeben. Darauf hat der Fahrer sie an die frische Luft gesetzt. „Und zur Identifikation eine der Schülerfahrkarten einbehalten, die er an eine ältere Schülerin der Gesamtschule weiter gegeben hat“, sagt Bettels.

„Probleme mit der Disziplin“

Die Mutter eines der Schüler beschwerte sich gestern bei der PAZ. „Die Jungs haben sich gekabbelt. Das kommt in dem Alter eben vor“, sagt sie und ist wütend. Denn die beiden Jungs machten sich zu Fuß auf den Heimweg. „Kurz vor 9 Uhr bekam ich einen Anruf von der Gesamtschule in Vöhrum, wo mein Sohn denn wäre“, erzählt die Mutter. Voller Sorge stieg sie ihr Auto und fuhr die Strecke ab. In Lengede traf sie auf die beiden Jungen.

Bettels ist der Fall bekannt. „Wir haben in vielen Bussen Probleme mit der Disziplin“, sagt er. Der Fahrer habe daher aus seiner Sicht richtig gehandelt. „Er hat die Verantwortung und wenn sich im Bus jemand prügelt, wird der Fahrer abgelenkt.“

Allerdings gibt Bettels zu, dass der Fahrer darauf hätte achten müssen, wie jung die prügelnden Fahrgäste waren. „Er ist in der Tat davon ausgegangen, dass sie älter sind.“ Zudem habe der Fahrer auf den nächsten Bus aufmerksam gemacht, der zehn Minuten später die Haltestelle in Groß Lafferde anfährt. Dass es dazu gekommen ist, dass sich die Jungen zu Fuß auf den Heimweg gemacht haben, bedauert Bettels.
Damit so etwas nicht wieder passiert, seien die Fahrer der Regionalbus Braunschweig ab sofort angewiesen, sich mit der Zentrale abzusprechen und notfalls auch die Polizei zu rufen.

„Keine ernsthafte Prügelei“

Der Mutter ist es vor allen Dingen wichtig, dass so etwas nicht noch einmal passiert. Sie hat sich inzwischen mit anderen Fahrgästen unterhalten, von denen sich angeblich keine bedroht gefühlt hätte, weil die „Kabbelei“ keine ernsthafte Prügelei gewesen sei. Besonders ärgert sie zudem, dass der Fahrer den Jungs eine Fahrkarte abgenommen hätte. Das sei der Grund gewesen, warum sie zu Fuß nach Hause gegangen sind. Sie befürchteten, dass der nächste Busfahrer sie auch nicht mitnimmt.

Thorsten Pifan

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