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„Bufdis“ sprechen über Zeit beim Paritätischen

Peine „Bufdis“ sprechen über Zeit beim Paritätischen

Peine. Drei Jugendliche machen zurzeit ihren Bundesfreiwilligendienst im Paritätischen Wohlfahrtsverband im Kreisverband Peine. In einem Gespräch mit der PAZ erzählen zwei von ihnen über ihre Erfahrungen, die sie als „Bufdi“ sammelten, über ihre Wünsche und Pläne.

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Heike Horrmann-Brandt, Geschäftsführerin des Paritätischen, kümmerte sich um Niklas Dutke (Mitte) und Jannis Klinke.

Quelle: mgb

Bevor sich Niklas Dutke und Jannis Klinke überhaupt im neuen Betrieb eingelebt hatten, durften sie in jede Menge Bereiche des Paritätischen Wohlfahrtsverbands schnuppern: Sie hatten Aufträge im hauswirtschaftlichen Bereich und mussten beispielsweise einkaufen gehen oder im Büro die Buchführung übernehmen. Je nachdem, welche Stärken sich bei ihnen herauskristallisiert hatten, kümmern sie sich nun gezielt um die Bereiche, in denen sie den größten Spaß haben.

So kam Klinke dazu, sich um eine Rollstuhlfahrerin mittleren Alters zu kümmern. Die hilfsbedürftige Frau ist zwar noch mobil, aber in der Feinmotorik eingeschränkt. „Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und ich greife ihr gerne unter die Arme, wenn sie Hilfe benötigt“, so der 20-Jährige. Mehrere Stunden verbrachte er schon bei ihr und ihm mache es einfach nur Spaß, etwas Gutes zu tun. Ähnlich sieht es beim 19-jährigen Dutke aus. Er kümmert sich um einen schulpflichtigen Jungen, der als Kind einen Schlaganfall erlitten hat und daher im Rollstuhl sitzt. „Ich begleite ihn zum Schwimmen und spiele mit ihm so lange auf dem Pausenhof bis er sich erschöpft in seinen Rollstuhl setzt“, sagt der 19-Jährige mit einem Grinsen im Gesicht und fügt hinzu: „Wir verstehen uns richtig gut und schreiben auch über Facebook miteinander.“

Und obwohl es bei den beiden so gut laufe und sie jede Menge Spaß an ihrer Arbeit haben, sind sie sich sicher: Ihr anschließendes Studium streben sie in eine ganz andere Richtung an. Der 19-Jährige hat seine Stärke im Büro entdeckt und schaut sich nun im Bereich der Logistik um und Klinke hat sich einen Abschluss in der Fachrichtung Medienkunst als großes Ziel gesetzt.

„Das Jahr ist eine spannende Erfahrung für jedermann“, erklärt der 20-Jährige. „Ich fühle mich zumindest erwachsener und fand es sehr gut, nicht sofort ins Studium einsteigen zu müssen.“ Ähnlicher Meinung ist auch Dutke. Er sagt: „Man lernt viele Menschen kennen - von Weltkriegsveteranen bis zu Messi-Haushalten sieht man vieles. Die Erfahrung möchte ich nicht missen.“

mgb

Was macht ein „Bufdi“?

Ein „Bufdi“ ist ein Bundesfreiwilligendienstleistender, der sich außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl engagiert. 2011 entstand die Initiative zur freiwilligen, gemeinnützigen und unentgeltlichen Arbeit. Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) wurde von der Bundesregierung als Reaktion auf die Aussetzung der Wehrpflicht 2011 und damit auch des Zivildienstes eingeführt. Am BFD können Menschen aller Altersklassen ab 16 Jahren teilnehmen. Das Jahr ist nicht nur für Abiturienten gedacht.

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