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Bürgermeister setzt sich für Erzieher ein

Peine Bürgermeister setzt sich für Erzieher ein

Der Druck erhöht sich: Mit einem klaren Anliegen ist am Mittwoch eine Delegation der Gewerkschaft Verdi beim Landrat Franz Einhaus (SPD) und auch beim Bürgermeister Michael Kessler (SPD) vorstellig geworden (PAZ berichtete).

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Bürgermeister Michael Kessler nahm den Brief von Kita-Fachwirtin Silke Westphal entgegen.

Quelle: ju

Peine. Der Grund: Die Gruppe um Erzieherin Silke Westphal (Kita Bullerbü) hat einen Brief mit dem Titel „Wir sind es wert!“ verfasst und den Politikern überreicht.

„Diese Begegnung war richtig - und zwar für beide Seiten“, sagt Bürgermeister Kessler, der sich gemeinsam mit Stadtrat Friedhelm Seffer spontan Zeit für die Gruppe genommen hatte. „Wir wollen noch einmal deutlich machen, warum es dringend notwendig ist, unseren Beruf aufzuwerten“, sagte Westphal. Erzieher und auch Mitarbeiter in sozialen Diensten wie in der Familienberatung oder dem Jugendamt würden heute nicht mehr rein „familienergänzend, sondern gar familienersetzend“ arbeiten. Hinzu kommen stetig steigende Anforderungen an die Mitarbeiter: Bindungsforschung, Entwicklungspsychologie, Neurobiologie, Richtlinien nach dem Kinderschutzgesetz, Frühförderung und Integration - all das werde verlangt, aber nicht entlohnt.

Viele Erzieher könnten ihren Lebensunterhalt nur über einen Zweitjob finanzieren. „Das ist eine zusätzliche Belastung“, so Westphal. Und trotzdem müssten die Frauen und Männer jeden Morgen hoch motiviert und konzentriert ihrer verantwortungsvollen Aufgabe mit den Kindern nachgehen. „Wir haben die Bitte, dass sie uns unterstützen und weitertragen, wie wichtig es ist, diese Berufsgruppe besser zu entlohnen“, wandte sich Westphal an den Bürgermeister.

Dieser hatte sich die Argumente der Gewerkschaft angehört und durchaus Verständnis für die Situation der Mitarbeiter im Sozial- und Erziehungsdienst gezeigt. „Ich sehe schon lange die Bedeutung der Erzieherinnen in ihrer vielschichtigen Aufgabe, kleine Kinder - auch solche, die aus schwierigen Verhältnissen kommen - zu führen, zu leiten - eben zu erziehen“, sagte er. „Als Bürgermeister muss ich aber auch die Folgen für den eigenen Haushalt sehen.“ Dennoch kam er der Bitte der Gewerkschaft nach und setzte sich bei Ulrich Mädge, Verhandlungsführer der Arbeitgeberverbände, für seine Kommune ein. Bereits gestern schrieb Kessler dem Oberbürgermeister der Stadt Lüneburg eine Email. Und auch Landrat Franz Einhaus versicherte, den Brief der Gewerkschaft weiterzuleiten.

ju

• Der Stadtelternrat ruft derweil für Donnerstag, 4. Juni, zu einem Demonstrationszug auf. Treffpunkt ist um 14 Uhr auf dem Marktplatz.

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