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Bürgermeister gegen Herdprämie: Resolution an Ministerin

Peine Bürgermeister gegen Herdprämie: Resolution an Ministerin

Gemeinsam gegen das Betreuungsgeld: Die acht Bürgermeister im Peiner Land haben eine gemeinsame, parteiübergreifende Resolution gegen die von der Bundesregierung geplante „Herdprämie“ auf den Weg gebracht. Im Schreiben an die Bundestagsfraktionen, kommunale Spitzenverbände und Bundesfamilienministerin Kristina Schröder erläutern sie, wieso das Betreuungsgeld für sie nicht in Frage kommt.

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Zeigen die parteiübergreifende Resolution: Peines Bürgermeister Michael Kessler (l., SPD) und Wendeburgs Bürgermeister Gerd Albrecht (CDU).

Quelle: mic

peine. Das ist ein echtes Novum: In Sachen Bundespolitik ziehen Peines Bürgermeister an einem Strang: Michael Kessler (Peine, SPD), Gerd Albrecht (Wendeburg, CDU), Frank Bertram (Edemissen, parteilos), Wilfried Brandes (Ilsede, SPD), Lutz Erwig (Hohenhameln, SPD), Klaus Grimm (Lahstedt, parteilos) und Hartmut Marotz (Vechelde, SPD) lehnen das geplante Betreuungsgeld strikt ab. Ihre Erfahrungen mit Krippen und Kitas hätten gezeigt, dass das der falsche Weg sei.

Frühkindliche Erziehung sei zu einem entscheidenden Bildungsfaktor geworden, heißt es in der Resolution. Die Erfahrung zeige, dass es in der Bevölkerung einen wachsenden Anteil an Kindern gibt, die in „bildungsfernen“ Familien aufwachsen. Diese Kinder zeigten Auffälligkeiten, die darauf hindeuten, dass sie zuhause nicht genug gefördert werden. Diese Kinder hätten einen sehr geringen Wortschatz und vieles spreche dafür, dass sie viel Zeit vor dem Fernsehgerät oder dem Computer, und wenig Zeit in der freien Natur verbringen. Auszüge im Wortlaut aus der Resolution:

  • Oft fehlt es diesen Kindern auch an jeglicher sozialer Kompetenz.
  • Es wäre fatal, wenn gerade diese Familien Betreuungsgeld erhielten, denn das würde sie ermuntern, die Kinder zu Hause zu behalten.
  • Bei Migranten ist es aus sprachlichen Gründen sehr wichtig, dass die Kinder in der Krippe oder spätestens im Kindergarten die deutsche Sprache lernen, damit sie die Fähigkeit erlangen, dem Unterricht folgen zu können.
  • Wir machen darauf aufmerksam, dass diejenigen Eltern, die ihre Kinder in Krippen oder Kindertagesstätten untergebracht haben, von der dort geleisteten Arbeit sehr angetan sind. Unsere Erzieherinnen haben den Ruf, ihre Arbeit sehr liebevoll und engagiert auszuüben.
  • Die Politik hat uns stark gedrängt, viele Krippen und Kitaplätze zur Verfügung zu stellen. Dann kann nicht plötzlich eine Politik richtig sein, die die Kinder wieder zurück in die Familien führt - das wäre kontraproduktiv.

mic


Verwaltungs-Chefs wollen Chancen-Gerechtigkeit

Eltern, die ihr Kind bis drei Jahre zu Hause selbst betreuen, sollen 150 Euro im Monat bekommen – das sieht das von der Bundesregierung geplante Betreuungsgeld vor. Bei der Einführung tritt die Unionsfraktion aktuell aufs Gaspedal. Sie will das Gesetz noch vor der Sommerpause durch den Bundestag boxen.

Der ehrgeizige Zeitfahrplan sieht vor, dass Familienministerin Kristina Schröder (CDU) bereits am 6. Juni im Kabinett den Gesetzentwurf vorlegt. Allerdings lassen derzeit mehrere Länder prüfen, ob der Gesetzentwurf auch der Zustimmung des Bundesrates bedarf. Die Peiner Bürgermeister erklären in ihrer Resolution gegen die „Herdprämie“: „Bei der Beurteilung des Betreuungsgeldes geht es nicht um eine parteipolitische oder ideologische Frage, sondern um eine Frage der Chancen-Gerechtigkeit für Kinder.“

mic

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