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Bürgermeister Kessler widerspricht Kritikern

Peine Bürgermeister Kessler widerspricht Kritikern

Peine. Trotz der jüngsten Ansiedlungs-Erfolge der Stadt Peine mit dem Logistiker DSV und dem Online-Versandhändler Zalando (PAZ berichtete), die in Kürze in die Fuhsestadt kommen, nimmt die Kritik zu. Es geht um die Frage, ob die Stadt nicht mehr Arbeitsplätze im hochwertigen Segment benötige. Dazu nimmt Bürgermeister Michael Kessler (SPD) jetzt klar Stellung.

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Peines Bürgermeister Michael Kessler stellt sich der Kritik.

Quelle: Archiv

Er betont: „Ich mache deutlich, dass diese Frage eindeutig mit ,Ja‘ zu beantworten ist, allein schon deshalb, weil dies das Ziel aller Städte darstellt. Entscheidend aber ist, dass diese Forderung nicht bedeuten kann, dass man nicht für andere Arbeitsplätze sorgen muss, wann immer man eine Chance sieht.“

Seit fast 30 Jahren höre Kessler die Forderung, „dass wir etwas ‚Hochschulähnliches‘ an Land ziehen müssten, und dass wir mehr Verwaltungsjobs benötigen“. Mit der Ansiedlung der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe (DBE) im Jahr 1979, mit mehr als 300 überdurchschnittlich dotierten Jobs im Bereich von Ingenieuren und anderen akademischen Berufen, sei dies in der Stadt einmal gelungen.

Der Bürgermeister: „Solche Ansiedlungen ergeben sich nicht im Wettbewerb wie etwa bei Logistikern, sondern in der Regel durch politische Deals, sodass allenfalls diejenigen, die am besten nach oben vernetzt sind, etwas erreichen können. Und das hat seitdem nicht mehr geklappt, egal ob in Hannover Rot oder Schwarz regierte.“

Man dürfe im Übrigen nicht vergessen, dass die breite Masse der Arbeitssuchenden an Arbeitsplätzen wie denen der Logistiker sehr interessiert sei und es völlig falsch sei, diese als im Niedriglohnsektor befindlich abzuqualifizieren. Es seien begehrte Jobs, die nach und über Tarif bezahlt werden.

„Als wir vor fast sechs Jahren Noweda für Peine gewinnen konnten, haben sich für die dort ausgeschriebenen 90 Jobs etwa 800 Leute beworben. Ein Volltreffer für unsere Arbeitswelt. Heute hat Noweda in Peine circa 170 Mitarbeiter und ist in jeder Hinsicht ein Erfolgsmodell“, nennt Kessler ein Beispiel.

Wichtig ist ihm auch: „Wenn wir etwas aus der Stahlkrise der 1980er-Jahre lernen konnten, dann war es doch, dass die Wirtschaft, die in Peine angesiedelt ist, möglichst breit aufgestellt ist, damit wir denkbaren Einbrüchen in einzelnen Branchen gegenüber gerüstet sind.“ Das sei das Erfolgsgeheimnis Peines.

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