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Bürgermeister Kessler warnt vor rechten Bewegungen

Peine Bürgermeister Kessler warnt vor rechten Bewegungen

Peine. Eine bemerkenswerte Rede hielt Peines scheidender Bürgermeister Michael Kessler (SPD) beim gestrigen Königsfrühstück. Er gratulierte dem neuen Bürgerkönig Alexander Kottke zu seinem Erfolg und ging danach auf die bedenklichen rechtspopulistischen Tendenzen in Europa ein.

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Der scheidende Peiner Bürgermeister Michael Kessler (SPD) hielt eine bemerkenswerte Rede beim gestrigen Königsfrühstück im Gildesaal.

Quelle: Foto: Thorsten Pifan

Kessler sagte: „Nach 70 Jahren friedlichen Miteinanders verändert sich Europa. Unser Kontinent, auf den wir alle so stolz sind und für dessen Entstehung und Erhaltung unsere Väter und Großväter gekämpft haben. In jeder besseren Rede wurde das Modell Europa als Friedensbeispiel für den Rest der Welt beschworen und als Beispiel dafür, dass man aus fürchterlichen Kriegen lernen und aus ehemaligen Gegnern Freunde machen kann. Und nun gibt es den Austritt Englands mit unabsehbaren Folgen sowie die immer stärker werdenden rechtslastigen Bewegungen in vielen europäischen Ländern.“ Es gebe eine bedrohliche rechte Tendenz in Europa, der man Einhalt gebieten müsse.

Niemals hätte Kessler es für möglich gehalten, dass sich das nochmal ändern könnte, dass sich auf diesem Kontinent wieder Rechte und rechtsradikale Tendenzen breit machen könnten, so dass er in diesen Tagen manchmal denke: „Genauso hat es in der Weimarer Republik auch angefangen.“ Und auch in Deutschland werde die AfD immer stärker - aus dem Stand schaffe sie bis zu 20 Prozent - im Osten sogar noch darüber. Sie profitiere von der dumpfen Europa- und Fremdenfeindlichkeit.

Glücklicherweise laufe die Integration in Peine gut: Aktuell gibt es hier laut Kessler 22 Prozent Bürger mit Migrationshintergrund (ohne Flüchtlinge, 1,5 Prozent). Das seien 10 500 Menschen, größtenteils eingebürgerte Peiner, im Schwergewicht türkisch und arabisch-stämmig sowie aus Polen und Russland. Da sie überwiegend in der Kernstadt leben würden, sind es dort gut 30 Prozent und in den Grundschulen 50 Prozent. An der Integration müsse man weiter arbeiten - „zum Wohle unseres schönen Peines“.

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