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Budde entdeckte Fundamentreste

Peine Budde entdeckte Fundamentreste

Peine. Erstaunlich, was sich so alles unterhalb der Peiner Innenstadt befindet: An der Kreuzung Schützenstraße/Glockenstraße etwa entdeckte Archäologe Thomas Budde ein Mauerfundament. Er hatte im Zuge der Bauarbeiten Ausgrabungen gemacht.

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Ungewöhnlicher Fund: Unter der Ecke Schützenstraße/Glockenstraße fand Thomas Budde Fundamentreste, die wahrscheinlich zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert angelegt worden waren.

Quelle: oh

Nach dem neu entdeckten Stadttor und äußeren Stadtgraben ist inzwischen eine Fundamentreste-Entdeckung gemacht worden, die vermutlich nichts mit den Töpfereien zu tun hat. „Das Interesse der Passanten an den sichtbaren Mauerresten war groß, sie wurden gelegentlich sogar für Reste der Stadtmauer gehalten“, berichtet Budde - doch so alt sind sie gar nicht.

Die Bausteine sind Plänerkalk-Bruchsteine, vermutlich aus der Hildesheimer Gegend, gesetzt in gelben Sandmörtel. „Das östliche Fundament setzt sich noch im Bereich des Kreissparkassen-Vorplatzes fort, wo aber das Ende des Baufeldes erreicht und eine weitere Verfolgung nicht mehr möglich war“, sagt Budde. Doch er ist sich sicher: „Wir haben es hier definitiv nicht mit gewöhnlichen Hausfundamenten zu tun.“

Eine innen glasierte Keramikscherbe aus der Setzgrube des östlichen Fundamentes macht wahrscheinlich, dass das Mauerwerk nicht vor 1500 errichtet worden ist. Die Abtragung muss vor der Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgt sein, weil die Glockenstraße damals im Zuge des Bahnhofsbaus verbreitert wurde. Aber auch die Peiner Stadtpläne des 18. Jahrhunderts geben keinen Aufschluss.

Die frühere Funktion der Mauerreste bleibt unklar. Laut Budde kommen sie möglicherweise als Teile einer sichernden Einfassung der früheren Heerstraße nach Braunschweig in Frage. Da sie an der Flucht an der heutigen Schützenstraße orientiert sind, mag aber auch ein Zusammenhang mit der Schützenstraße selbst bestehen, die offenbar erst im 18. Jahrhundert entstanden ist.

Die archäologische Begleitung des Ausbaus der Glocken- und Schützenstraße ist noch im Gange und bringt laufend Fundmaterial der mittelalterlichen Gröpern-Töpfereien zutage. Erst am Ende will Budde die Auswertung dieses wichtigsten Teils der Grabungen vornehmen.

ale

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