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Braumanufaktur Härke investiert eine Million Euro in Peine

Peine Braumanufaktur Härke investiert eine Million Euro in Peine

Eine Million Euro nehmen die Einbecker-Investoren in diesem Jahr in die Hand, um den Standort der Braumanufaktur Härke zu stärken. Ein Jahr nach dem Einstieg der Einbecker-Brauhaus AG zog Härke-Geschäftsführer und Einbecker-Prokurist Werner Arzeus gestern eine positive Bilanz: „Das Projekt Braumanufaktur Härke am Standort Peine ist gelungen“, sagte er.

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Begutachteten die Baustelle auf dem Hof der Braumanufaktur Härke: Ingo Schrader (l.) und Werner Arzeus von der Einbecker-Brauerei.

Quelle: ISABELL MASSEL

Entsprechend geht das Investitionsprogramm weiter. Ende März sollen drei Gär- und Lagertanks geliefert werden, für die zurzeit ein Gebäude-Anbau auf dem Brauereigelände entsteht. Ziel ist es, die komplette Produktion zu verschlanken und am Ende 25 Prozent des Energiebedarfs am Standort einzusparen. „Auch dafür müssen wir zunächst investieren“, sagte Arzeus. Ein weiterer Wurf soll die Verlagerung der Verwaltung sein.

Das bisherige Verwaltungsgebäude, das in den unterschiedlichen Epochen der Brauerei immer wieder ausgebaut wurde, soll im Verlauf des Jahres still gelegt werden. „Die Verwaltung, das sind heute noch konkret fünf Arbeitsplätze, wird künftig neben der Toreinfahrt untergebracht“, erklärte Arzeus. In früheren Zeiten hatten dort die Braumeister ihre Büros, zuletzt der heutige Betriebsleiter Martin Härke. Für die Nachnutzung der großzügigen Verwaltung gibt es aktuell noch keine Pläne.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Einbecker 400 000 Euro in den Standort investiert. Das Geld floss vorwiegend in die neue Kühlanlage. Zunächst war geplant, auch die Gär- und Lagertanks im vergangenen Jahr einzubauen. „Das hat sich mehrmals verzögert, weil wir die Pläne ändern mussten, was zum Teil auch neue Genehmigungsverfahren nach sich gezogen hat“, erklärte Arzeus. So stehen die Tanks beim Hersteller bereits zur Lieferung bereit. Ziel ist es, später auch einen vierten Tank einzubauen. Kapazitäten gibt es zudem für einen fünften Tank.

Weitere geplante Investitionen soll es bei der Technik für die Hefezufuhr geben. „Außerdem soll mehr Geld in den Vertrieb fließen“, verriet Arzeus mehr Pläne.

Von Thorsten Pifan

Braumanufaktur plant Steigerung des Bier-Ausstoßes

Peine. Das erste Jahr nach der Übernahme der insolventen Privatbrauerei Härke ist aus Sicht der Investoren von der Einbecker Brauhaus AG positiv verlaufen – obwohl der Bier-Ausstoß noch leicht unter Plan liegt. „Wir haben unsere Ziele nicht ganz erreicht, aber wir gewinnen durch die Insolvenz verlorenes Vertrauen der Kunden zurück und glauben an eine Trendwende im Markt, die sich jetzt abzeichnet“, sagt Härke-Geschäftsführer Werner Arzeus.

Die Einbecker planen 2014, den Bier-Ausstoß in Peine im Vergleich zum Vorjahr um ein bis zwei Prozent zu steigern. „Die Marke Härke genießt bei den Kunden hohes Ansehen“, sagt Arzeus – allerdings forderten die Kunden auch, dass ihr Härke-Bier in Peine gebraut wird. Deshalb hätte es für die Einbecker wenig Sinn ergeben, den Standort zu kaufen und anschließend zu schließen – „auch wenn das aus Sicht der Logistiker sicher günstiger wäre“, sagte der Geschäftsführer. Denn Härke wird zwar in Peine gebraut, aber in Einbeck abgefüllt.

Trotz der hohen Investitionen (siehe Text oben) ist aber nicht geplant, die Abfüllung wieder nach Peine zu bringen. Allerdings können sich die Einbecker vorstellen, in Peine eine Handabfüllung zu installieren. Das bestätigte Einbecker-Marketing-Chef Ingo Schrader: „Eine Möglichkeit ist es, zum Beispiel naturtrübes Bier in Ein-Liter-Gebinde abzufüllen. Die Nachfrage für solche Produkte ist nicht riesig, aber es gibt sie“, sagte er.

Gleichzeitig verriet Schrader, dass der Sechser-Träger verändert werden soll. „Bisher hat er nur die Flaschenhälse umschlossen, künftig sollen die kompletten Flaschen verpackt sein“, sagte Schrader. Auf neue Produkte müssen Liebhaber der Härke-Biere noch warten. Die sollen erst produziert werden, wenn die neuen Gär- und Lagertanks fertig gestellt sind – also nicht vor Ende März.

pif

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Der Einstieg der Einbecker

Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten musste die Privatbrauerei Härke in die Insolvenz gehen. Als Investor für einen Neustart sprang ein langjähriger Partner der Peiner Traditionsbrauerei ein: die Einbecker Brauhaus AG:

- Öffentlich wurden die massiven Schwierigkeiten der Traditionsbrauerei ausgerechnet im Jubiläumsjahr des Unternehmens, als Härke 2010 sein 120-jähriges Bestehen feierte.

- Oktober 2011: Die Härke-Brauerei verlagerte die Abfüllung ihres Bieres zur Einbecker Brauhaus AG.

- Juni 2012: „Dein Bier“ wurde neben Rausch-Schokolade zum kulinarischen Botschafter Niedersachsens.

- Im August 2012 gab es ein Leck in der Kühlung bei Härke. Es trat Ammoniak aus. Die Kühlanlage war danach lange defekt.

- Am 16. November 2012 wurde der Antrag auf Insolvenz gestellt.

- Am 12.Januar 2013 wurde bekannt, dass die Einbecker BrauhausAG als Investor die insolvente Brauerei übernimmt.

- Am 4.Februar 2013 nahm die Braumanufaktur Härke offiziell ihren Betrieb auf.

- Mit dem offiziellen Start gaben die Einbecker-Unternehmer bekannt, dass sie 800000Euro in den Brau-Standort Peine investieren wollen.

- Im August 2013 wurden die Härke-Biere wieder in Peine gebraut.

- Zum 1.November 2013 brachte die Braumanufaktur das Härke-Rotbier auf den Markt.

- Und im Dezember des letzten Jahres wurde bekannt, dass die Einbecker Brauhaus AG 2014 weitere 500000Euro in Peine investieren will.

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