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Brandstiftung im Jahr 2005: Freispruch im „1827“-Fall

Peine Brandstiftung im Jahr 2005: Freispruch im „1827“-Fall

Im Zweifel für den Angeklagten: Freigesprochen wurde vor dem Schöffengericht Peine gestern ein 33-jähriger Wolfsburger. Ihm war vorgeworfen worden, am 3. Mai 2005 gegen 3.30 Uhr einen Brandsatz in die damalige Gaststätte „1827“ am historischen Marktplatz geworfen zu haben.

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Das "1827" brannte 2005 komplett aus.

Quelle: cb (Archiv)

Peine. Erst mehrere Jahre nach der Tat war er in den Fokus der Ermittler geraten. Wegen eines anderen Vorwurfs hatte er eine DNA-Probe abgeben müssen, beim Abgleich mit der Datenbank ergab sich: Die DNA des 33-Jährigen war bereits 2005 im „1827“-Fall registriert worden. In einem der am Tatort gefundenen Brandsätze, einer mit Benzin gefüllten Alkopop-Flasche, steckte als Lunte ein Stück Stoff von einem Judoanzug mit dem genetischen Fingerabdruck des Angeklagten.

Ein Zeuge (62), der zwei Männer bei der Tat beobachtet hatte, beschrieb: „Ich habe eine Scheibe klirren hören, dann sah ich Flammen aus einem Fenster des ‚1827‘ kommen. Daneben standen zwei Personen und haben sich unterhalten“, sagte er. Die Täter konnte er jedoch lediglich vage beschreiben.

Der Beschuldigte stritt seine Beteiligung ab: „Ich habe mit der Sache nichts zu tun, ich kann mir nicht erklären, wie Spuren von mir dorthin kommen.“ Möglicherweise sei das Stück Stoff von einem alten Judoanzug, den er weggegeben oder verliehe habe. Auch die Verteidigerin des 33-Jährigen mahnte, jemand wolle ihrem Mandanten die Brandstiftung in die Schuhe schieben.

Trotzdem forderte die Staatsanwaltschaft nach der Hauptverhandlung eine zweijährige Bewährungsstrafe für den Beschuldigten. „Hier werden irgendwelche Sachverhalte konstruiert. Ich habe keine Zweifel, dass der Angeklagte die Tat begangen hat.“

Dennoch: Am Ende folgte der Freispruch. Die vorstehende Richterin erläuterte: „Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der Angeklagte der Täter ist – aber es gibt auch Zweifel: Es fehlt ein Motiv und er hat keine Verbindung zum ‚1827‘. Dann gilt nunmal: Im Zweifel für den Angeklagten.“

Ob das Verfahren damit beendet ist, bleibt jedoch abzuwarten. Die Richterin ging von einer Berufung der Staatsanwaltschaft aus: „Mal sehen, wie das Landgericht die Sache sieht...“js

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