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Brandstiftung durch Zigarette: 3500 Euro Geldstrafe für Peiner

Peine Brandstiftung durch Zigarette: 3500 Euro Geldstrafe für Peiner

Weil er eine Zigarette nicht ausgedrückt, sondern gewohnheitsmäßig nur im übervollen Aschenbecher abgelegt hatte, wurde ein 57 Jahre alter Ex-Mediziner aus Peine wegen fahrlässiger Brandstiftung vom Amtsrichter zu einer Geldstrafe von 3500 Euro verurteilt. Denn die Glut jener Zigarette verursachte laut Gutachten vermutlich den Wohnungsbrand am 1. November 2013 in einem Stederdorfer Mehrfamilienhaus.

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Verhandelt wurde der Fall vor dem Amtsgericht Peine.

Quelle: A

Großes Glück bescheinigte die Staatsanwältin dem Angeklagten, als er den Vorgang schilderte, wobei seine Wahrnehmung durch großen Alkoholkonsum wesentlich beeinflusst worden war. Mindestens eine Flasche Wodka habe er geleert gehabt, als er sich ins Bett legte. Lautes Knistern habe ihn schließlich geweckt, die Flammen aus dem anderen Zimmer hatten schon den Flur erreicht.

Trotz eines Alkoholpegels von rund zwei Promille, mehrere Stunden später gemessen, reagierte er geistesgegenwärtig: Er verließ nur mit dem, was er am Leib trug, sofort die Wohnung, und forderte seine Nachbarn auf, das Haus zu verlassen sowie die Feuerwehr zu alarmieren - ruhig und bestimmt. „Ich wollte ja keine Panik hervorrufen und die Kinder nicht unnötig aufregen“, sagte der Angeklagte.

Dank dieses Handelns wurde niemand verletzt. Der Sachschaden beträgt 100 000 Euro. Der promovierte Mediziner ist schon seit Jahrzehnten alkohol- sowie nikotinabhängig und wurde demzufolge als berufsunfähig frühverrentet.

Seit 2002 steht ihm ein Pfleger zur Seite. Der hatte mit ihm schon viel erlebt - unter anderem sieben Zwangseinweisungen zum Alkoholentzug. Er berichtete nun Erstaunliches: Seit dem Brand ist der Ex-Arzt nicht nur konsequent trocken. Allmählich übernimmt er wieder Verantwortung und lässt sich dazu auch auf die Hilfsangebote in seinem betreuten Wohnprojekt ein, wie der Pfleger beschrieb. Sogar sein Konto führe er wieder selber - mit der Perspektive, irgendwann wieder eine eigene Wohnung zu haben und den Führerschein zurückzuerlangen. „Ich habe endlich kapiert, was diese sinnlose Sauferei anrichten kann“, sagte der Angeklagte.

hui

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