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Bomben-Anschlag beim Boston-Marathon: Peiner sind entsetzt und geschockt

Kreis Peine/Boston Bomben-Anschlag beim Boston-Marathon: Peiner sind entsetzt und geschockt

Kreis Peine/Boston. Weltweit sind Menschen tief bestürzt über den Bomben-Anschlag beim Boston-Marathon. Drei Tote und weit über Hundert Verletzte sind die traurige Bilanz zweier Sprengstoff-Explosionen. Auch die Peiner sind entsetzt und geschockt - darunter die Langstrecken-Läufer Thomas Schmidt und Michael Mühlbach sowie der gebürtige Bostoner Christopher Graffam.

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Beim Boston-Marathon 2011: Der Peiner Thomas Schmidt (links) und der Ilseder Michael Mühlbach.

Quelle: A

Den Bortfelder nehmen die Anschläge in seiner amerikanischen Heimatstadt sehr mit. „Ich habe in der darauffolgenden Nacht nicht gut geschlafen“, berichtet er. Die Erinnerungen seien hochgekommen vom11. September, den Terroranschlägen auf das New Yorker World Trade Center. „Man spürt erneut die Hilflosigkeit, Angst und Unverständnis“, beschreibt Graffam seine Gefühle. Freunde habe er in Boston keine. Seine Familie lebe in Nevada.

„Bekannte, die sonst immer beim Marathon waren, sind dieses Jahr Gott sei Dank nicht dorthin gefahren“, so Graffam. Fassungslos sei er über diesen „Irrsinn“, Anschläge in diesem großen Ausmaß. Der Boston-Marathon solle doch schließlich ein internationales, buntes Fest sein mit zahlreichen Sportlern aus unterschiedlichen Ländern - und vor allem friedlich.

Zwei von diesen Sportlern waren vor zwei Jahren Thomas Schmidt und Michael Mühlbach. Beide bezwangen damals die 42,195 Kilometer in der Hauptstadt von Massachusetts. Geschockt habe Schmidt am Montagabend die Berichterstattung über die Tragödie verfolgt.

„Mein Herz fing heftig an zu schlagen, als ich im Fernsehen davon erfuhr“, so der Peiner. Ein komisches Gefühl sei das gewesen. „Ich kenne die Szenerie, die Häuserreihen - dort bin ich ja selbst entlanggelaufen“, erzählt Schmidt fassungslos.

Mühlbach habe anhand der Fernsehbilder die Zeit der Detonationen auf der Uhr im Zielbereich erkannt. Im unmittelbaren Umfeld waren die Sprengkörper explodiert und hatten auch vorbeikommende Läufer verletzt. „Wären wir mitgelaufen, hätte der Explosionszeitpunkt mit unserem Zieleinlauf übereingestimmt“, sagt der Ilseder erschüttert.

Schmidt habe bereits auf der Internetseite des Reiseveranstalters recherchiert, mit dem der Peiner und der Ilseder ihre Marathontrips planen. Daher kennen sie einige andere Läufer. „Aber keiner, der diesmal mit Interair zum Boston-Marathon geflogen und dort mitgelaufen ist, wurde beim Anschlag verletzt“, sagt Schmidt erleichtert.

Trotz des schrecklichen Ereignisses sind sich beide einig: Sie lassen sich nicht abschrecken und würden auch wieder beim traditionellen Lauf in der US-Ostküstenstadt teilnehmen.

ck

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