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Blei im Trentelmoor bereitet dem Kreis Sorge

Peine Blei im Trentelmoor bereitet dem Kreis Sorge

Kreis Peine. Im Boden des Trentelmoors zwischen dem Sundern und Stederdorf hat sich Blei angesammelt. Ursache ist ein ehemaliger Schießstand, der aber längst nicht mehr in Betrieb ist. Trotzdem haben Untersuchungen der Unteren Bodenschutzbehörde jetzt eine erhöhte Belastung ergeben.

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Blick von oben auf das Trentelmoor bei Stederdorf: Im Bereich eines früheren Schießstandes hat sich Blei im Boden angesammelt. Jetzt soll geprüft werden, ob das Gelände saniert werden muss.

„Akuter Handlungsbedarf besteht aber nicht“, sagte Kreis-Sprecher Henrik Kühn.

Der Schießstand war bis Ende der 1980er-Jahre in Betrieb. Er lag etwa auf Höhe des Sundernschießstandes der Peiner Freischießen-Korporationen - allerdings auf der anderen Straßenseite. Dort wurde zum Beispiel auf Tontauben geschossen. Von der Anlage ist heute nichts mehr zu sehen. Es handelt sich um Wiesen, Schilflandschaften und Grünflächen, die mit Büschen bewachsen sind.

Kühn sagte: „Die betroffenen Flächen liegen im Landschaftsschutzgebiet und sind, bis auf wenige Grünlandflächen, ungenutzt.“ Bei einer Versammlung der Pächter und Eigentümer habe der Landkreis alle Betroffenen informiert und auch darauf aufmerksam gemacht, dass dort produzierte Lebens- oder Futtermittel die jeweiligen Grenzwerte einhalten müssen. „Wie die Produkte beprobt werden können, haben wir den Beteiligten vermittelt“, sagte Kühn. Das Gutachten im Auftrag der Bodenschutzbehörde hat als schießstandtypische Stoffe auch Antimon und Arsen betrachtet. Diese Schwermetalle entstammen den Schrotbrechern der Munition.

Ob das Gelände saniert werden muss, steht erst fest, wenn auch das Grundwasser untersucht worden ist. Dafür wird zurzeit ein Grundwassermonitoring mit fünf Messstellen durchgeführt. Die Untersuchungen sollen 2018 abgeschlossen sein.

Erst wenn sich herausstellen sollte, dass das Gelände tatsächlich saniert werden muss, wird der Landkreis entscheiden, wer für die Kosten aufkommen muss. Kühn sagte: „Zunächst ist der Verursacher, der sogenannte Verhaltensstörer heranzuziehen. Ist der nicht greifbar, kann es auch den Eigentümer als sogenannten Zustandsstörer treffen.“ Seien beide nicht greifbar, müsse in der Regel eine Ersatzvornahme aus öffentlichen Mitteln erfolgen.

Ganz in der Nähe auf dem Luhberg befand sich ein weiterer Schießstand für Tontauben. Dort fanden auch Untersuchungen statt. Die Grenzwerte für die Nutzung als Ackerfläche und Freizeitanlage sind aber nicht überschritten worden.

Der dritte Schießstand in der Gegend, der Sundernschießstand, ist weiter in Betrieb. Er wurde erst in diesem Jahr saniert und auf den aktuellen Standard gebracht.

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