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Biokohle: Innovativer Forschungsreaktor wird auf dem Ilseder Hüttengelände gebaut

Ilsede Biokohle: Innovativer Forschungsreaktor wird auf dem Ilseder Hüttengelände gebaut

Groß Ilsede. Mitte Januar soll der Startschuss für den Bau eines Forschungsreaktors für die Herstellung von Biokohle (PAZ berichtete) auf dem Ilseder Hüttengelände fallen. Am Freitag stellten die für den Bau und Betrieb der Anlage verantwortlichen Wissenschaftler das Projekt vor.

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Ortsbesichtigung: An dieser Stelle soll der Forschungsreaktor entstehen. Von links: Klaus Grimm, Thorsten Ahrens, Thorsten Müller, Wilfried Brandes, Jens Schröder und Gunter Eckhardt.

Quelle: pif

Ab Mitte März soll auf einem Grundstück an der Fuhse aus Klärschlamm, Gärresten aus Biogas-Anlagen sowie Kompost und Landschaftspflegematerial - verholztes Schilf - Biokohle entstehen.

„Vereinfacht gesagt entwässern wir die Biomasse dabei durch Kochen bei Temperaturen von rund 200 Grad und einem Druck von 20 bar“, erklärt Professor Dr. Thorsten Ahrens, Leiter der Bioverfahrenstechnik von der Ostfalia Hochschule. Technisch heißt das Projekt Hydrothermale Carbonisierung, kurz HTC.

Bei dem Projekt arbeiten verschiedene Partner zusammen. Mit dabei sind neben der Ostfalia, die die Umsetzung in Ilsede leitet, die Universität Oldenburg, die Technische Universität Braunschweig, die Fachhochschule Osnabrück und die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Göttingen. Innovativ sei bei dem Projekt unter anderem, dass nicht die Technik den Stoffen angepasst wird, die zu Biokohle verarbeitet werden, sondern umgekehrt: Die Beschaffenheit der ursprünglichen Stoffe, zum Beispiel der Gärreste, die dann in einem bestimmten Verhältnis mit dem Kompost gemischt werden, wird den technischen Anforderungen angepasst.

Das Forschungsprojekt mit einem Volumen von 2,3 Millionen Euro wird von der EU gefördert. Der Bau des Reaktors in Ilsede kostet 400 000 Euro. „Das Projekt läuft im November 2014 aus“, erklärt Dr. Ahrens. Parallel werden die Projektpartner daher im Frühjahr einen Antrag für weitere Forschungsgelder stellen.

Ob eine weitere Anlage oder die Erweiterung der vorhandenen Anlage dann auch in Groß Ilsede entsteht, hängt von der Förderung und den Projektpartnern ab. Dr. Ahrens bekräftigt: „Aus technischer Sicht ist es sinnvoll, die Forschung an diesem Standort fortzusetzen.“ Die Entscheidung trifft er aber nicht. Unterstützung für das Projekt gibt es aber auch von den Gemeinden Ilsede und Lahstedt. Sie wollen ebenfalls für die Forschungsgelder werben - in der Hoffnung, dass das innovative Projekt auf dem Hüttengelände fortgesetzt wird.

Von Thorsten Pifan

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