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„Bewegung kann vielen Beschwerden vorbeugen“

Rückenschmerzen: „Bewegung kann vielen Beschwerden vorbeugen“

In den vergangenen 20 Jahren haben Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigungen wegen Wirbelsäulenbeschwerden um rund 5000 Prozent zugenommen. Das liegt daran, dass unser Körper nicht für das stundelange Sitzen während eines üblichen Arbeitsalltags gemacht ist.

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Bewegung hilft, um wirkungsvoll Rückenbeschwerden einzudämmen.

Quelle: Archiv

Peine. „Unsere Umwelt hat sich in den vergangenen 100 Jahren komplett verändert. Wir leben im Industriezeitalter mit all seinen Vor- und Nachteilen. Unsere Landschaft wurde zubetoniert und natürliche Unebenheiten begradigt. Der natürliche Lebensraum der Menschen hat sich enorm verändert“, erklärt Rouven Böse vom Physiofit-Fitnesszentrum.

Viele traditionelle Arbeitsplätze gingen verloren, und viele neue Arbeitsplätze wurden geschaffen. Der Arbeitsalltag spielt sich für immer mehr Arbeitnehmer in Büros ab. Aus früherer körperlicher Arbeit wurde die moderne „sitzende Tätigkeit“.

Der menschliche Körper hat sich in Jahrmillionen weiterentwickelt und stets an die Umgebung und die Anforderungen anpassen können. Jede Epoche hat sich über Jahrtausende hingezogen. Niemals veränderte sich der Alltag allerdings so schnell wie im 20. Jahrhundert. Der Körper ist seit dem Steinzeitalter von seinem Aufbau und seiner Belastbarkeit immer noch auf einen „Jäger- und Sammler-Alltag“ eingestellt.

„Biomechanisch betrachtet, ist unser Körper vorgesehen für nahezu ständige, abwechslungsreiche Bewegung und Belastung. Die wirtschaftliche Entwicklung seit 1900 verlief zeitgeschichtlich gesehen so rasant, dass unser Organismus kaum die Möglichkeit zur Anpassung an die neuen Lebensbedingungen gehabt hat“, sagt der Experte. Die Wirbelsäule ist von ihrem Aufbau her grundsätzlich auch für das Sitzen konstruiert, jedoch sollte das Sitzen nur in einem „gesunden Rahmen“ geschehen. Stehen, Laufen, Sitzen und Liegen sollten sich stets und in einem gesunden Maß abwechseln.

Doch wie sieht heutzutage ein normaler Tag bei den meisten Menschen in Industrienationen wie Deutschland aus? „Wir sitzen am Frühstückstisch, sitzend fahren wir zu Arbeit, sitzen an unserem Büroarbeitsplatz, fahren sitzend wieder nach Hause und sitzen zum Abschluss des Tages noch ein paar Stunden vor dem Fernseher. Diese monotone Belastung führt zwangsläufig zu Verspannungen, muskulären Dysbalancen und Bandscheibenbeschwerden“, weiß Böse.

Sofern dieser Bewegungsmangel nicht gezielt ausgeglichen wird, steigt das Risiko für Übergewicht, Herz-Kreislaufbeschwerden und Diabetes enorm. Der körperliche Ausgleich zum Arbeitsalltag wird wichtiger denn je, um die eigene Gesundheit zu erhalten und Kostenexplosionen im Gesundheitswesen zu bremsen.

Mit gezieltem und durchdachten Fitness- und Gesundheitstraining hat heutzutage jeder die Möglichkeit, die Bewegungsarmut sowie die einseitigen Belastungen des (Berufs-)Alltags zu kompensieren.

Das individuelle Risiko für die sogenannten Zivilisationskrankheiten wird durch ein regelmäßiges Training deutlich minimiert, bereits vorhandene Beschwerden werden positiv beeinflusst.

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