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Bewährungsstrafen für Wohnungs-Einbrecher

Peine Bewährungsstrafen für Wohnungs-Einbrecher

Peine. Schmuck, Bargeld und ein Handy im Gesamtwert von 2400 Euro hatten zwei Männer (32 und 47 Jahren) im März bei einem Einbruch in ein Einfamilienhaus in Stederdorf erbeutet. Wegen Wohnungseinbruchdiebstahls standen sie jetzt vor Gericht - und gestanden.

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Einbruch: Ähnlich wie auf diesem gestellten Foto drangen die Täter in das Wohnhaus in Stederdorf ein.

Der Richter verurteilte den 32-Jährigen zu zehn Monaten Haft, der Ältere erhielt elf Monate. Bei beiden wurde die Strafe drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

Zwar bedurfte es zweier Unterbrechungen, aber nach Beratung mit ihren Verteidigern legten die beiden Angeklagten ein umfassendes Geständnis ab. Sie gaben die Tat zu und schilderten ihr Vorgehen detailliert. Das fiel dem Jüngeren der beiden Männer aus Georgien nicht leicht. „Vor der Justiz sagt man dort nichts Böses“, entschuldigte der Verteidiger seinen zögerlichen Mandanten.

Das Gericht müsse sicher gehen, dass es sich nicht um ein falsches Geständnis handelte, erklärte der Strafrichter. Demnach suchten die beiden Männer das Haus willkürlich aus, weil es ihnen gefiel. Sie knackten die Terrassentür und nahmen an sich, was sie für wertvoll hielten. Das wurden sie jedoch ebenso schnell wieder los: Als sie jemanden bemerkten, ergriffen sie die Flucht per Auto. Während der Fahrt warfen sie den Schmuck aus dem Fenster. Die Tochter des Hauses hatte den verräterischen Schein von Taschenlampen bemerkt und die Polizei gerufen, die die Täter auch schnell dingfest machte.

Als Begründung gaben die Täter Geldnot an: Der Ältere war als Autohändler tätig, hatte aber das Geld aus der Heimat zum Autokauf in Holland im Suff verzockt; der bislang unbescholtene Jüngere, ausgebildeter Weinbauingenieur und mangels Arbeitsmöglichkeiten schon vor einem Jahr nach Deutschland gekommen, war nach sporadischen Jobs auf Baustellen ebenfalls pleite. Er hatte wegen Kopfschmerzen starke Beruhigungsmittel genommen, weswegen er sich an den Einbruch nur lückenhaft erinnern konnte. Weil der Ältere nur ein halbes Jahr nach einer Verurteilung wegen Diebstahls wieder straffällig geworden war, erhielt er elf Monate. Zudem muss er 300 Euro Strafe zahlen. Sein Kompagnon muss binnen 200 soziale Arbeitsstunden abarbeiten, ihm wird zudem ein Bewährungshelfer zur Seite gestellt.

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