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Bewährungsstrafe für Schlag mit Bierflasche

Peine Bewährungsstrafe für Schlag mit Bierflasche

Peine. Eskalation am Vatertag 2014: Als zwei Gruppen an Himmelfahrt auf einem Feldweg zwischen Gadenstedt und Handorf aufeinandertrafen, kam es nach Aussage des Angeklagten zu einem „kleinen Gerangel“.

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Der Fall landete vor dem Peiner Strafgericht.

Quelle: mgb

Dieses Gerangel nahm der stark alkoholisierte Angeklagte zum Anlass, einem jungen Mann aus der Gruppe eine Bierflasche ins Gesicht zu werfen. Für diese Tat musste er sich am vergangenen Dienstag vor dem Strafgericht in Peine verantworten und war im vollen Umfang geständig.

Daher forderte die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe von sechs Monaten - die Mindeststrafe in einem solchen Fall - ausgesetzt zur Bewährung, einen Bewährungshelfer, ein Antiaggressionstraining und die Zahlung von 300 Euro an das Opfer. Dem kam das Peiner Gericht nach, setzte jedoch die Freiheitsstrafe auf acht Monate hinauf, die auf vier Jahre zur Bewährung ausgesetzt wird.

Das der Angeklagte, der bereits einschlägig vorbestraft ist, noch relativ glimpflich davon kam, hatte er seiner bisherige Bewährungshelferin zu verdanken. Sie stellte ihn als äußerst zuverlässig dar und als einen Menschen, der in einem festen sozialen Umfeld lebt. Er absolviert eine Ausbildung, bekommt Unterstützung, auch finanzieller Art, der Eltern und hat sich nach der Tat von alleine mit diesem Thema auseinandergesetzt.

Der 23-jährige Angeklagte musste bereits mehrere Anweisungen verfolgen und habe sich dabei stets kooperativ gezeigt. „Er leidet an ADHS und einer Impulskontrollstörung“, sagte die Bewährungshelferin, „und hat sich entsprechend erfolgreich behandeln lassen. Seine Feinde sind der Alkohol, den er nicht verträgt, und seine Freunde, wobei er den Freundeskreis gewechselt hat. Wenn ich etwas Negatives sagen soll, müsste ich überlegen.“

Diese positive Prognose und zudem der Umstand, dass sich der Angeklagte schriftlich beim Opfer entschuldigte und das vor Gericht noch einmal persönlich gemacht hatte, trugen dazu bei, dass eine Bewährungsstrafe zustande kam. „Sie mögen auf einem richtigen Weg sein“, sagte der vorsitzende Richter „aber so ganz überzeugt davon bin ich nicht. Jemandem ohne Grund eine Flasche über den Kopf zu ziehen, ist schon eine üble Sache.“ Daher konnte man bei der Bemessung der Strafe auch nicht am unteren Limit bleiben, begründete der Richter seine Entscheidung.

bol

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