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Betrugsversuch: 49-Jähriger zu 1200 Euro Geldstrafe verurteilt

Peine Betrugsversuch: 49-Jähriger zu 1200 Euro Geldstrafe verurteilt

Weil er einen zwei Jahre alten Schaden an seinem Fahrzeug noch einmal hatte geltend machen wollen, muss ein 49 Jahre alter Staplerfahrer jetzt eine Geldstrafe von 1200 Euro in die Staatskasse zahlen. Die Versicherung seiner Unfallgegnerin war dem Schlitzohr auf die Schliche gekommen.

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Vor dem Amtsgericht Peine stand nun ein 49-Jähriger wegen eines Betrugsversuches.

Quelle: A

Wie die Unfallverursacherin (38) vor Gericht angab, war sie an jenem Tag im Mai 2013 nach der Spätschicht langsam rückwärts aus einer Parklücke herausgefahren. Links neben ihr versperrte ein großer Lieferwagen die Sicht und so sah sie den 49-Jährigen nicht rechtzeitig, der sich von links mit seinem Wagen näherte. Sie rammte das Auto nur leicht - genau an der Stelle, wo schon einige Kratzer und Dellen vorhanden waren. An ihrem Auto war lediglich ein Eckchen von der hinteren Nummernschildhalterung herausgebrochen. Da sie sich als Kollegen kannten und die Zeugin zugab, den Unfall verursacht zu haben, verzichtete der Angeklagte auf ihre Bitte hin darauf, die Polizei zu rufen. „Das können wir unter Kollegen regeln“, hatte sie gesagt und mit ihrem Handy Fotos der Schäden gemacht. Leider war das Mobiltelefon mittlerweile defekt.

Der Angeklagte schaltete einen Sachverständigen ein, der den Schaden auf 2200 Euro bezifferte. „Der hätte erkennen müssen, dass es sich um alte und neue Kratzer handelte“, sagte der Verteidiger. Er forderte für seinen Mandanten einen Freispruch. Wie der Staatsanwalt erklärte, gibt es „innerhalb der Staatsanwaltschaft Hildesheim in Sachen Versicherungsbetrug eine Marschrichtung, damit wir solche Fälle gleich und gerecht behandeln“. Eine Einstellung komme demnach nicht infrage, Versicherungsbetrug sei kein Kavaliersdelikt. Hier gehe es um eine hohe Geldsumme, wodurch der Versicherung und damit letztlich jedem Versicherten ein großer Schaden zugefügt werde.

„Der Schadensbetrag steht in krassem Gegensatz zum tatsächlichen Schaden“, sagte der Richter in der Urteilsbegründung. Weil der Mann bislang völlig unbescholten war und es sich nur um versuchten Betrug handele, sei eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 40 Euro angemessen.

hui

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