Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Betriebsrat glaubt an Zukunft des Werks

Peine Betriebsrat glaubt an Zukunft des Werks

Trotz der kritischen Lage für die Peiner Träger GmbH ist der Peiner Betriebsratschef Udo Meyer überzeugt, dass es der Tochter der Salzgitter AG gelingen kann, wieder in die Gewinnzone zu kommen. Allerdings werde dies ein schmerzhafter Weg. Zuletzt hatte der Stahlkocher mehr als 300 Millionen Euro Verlust gemacht. Den Löwenanteil mit 230 Millionen Euro verzeichnete dabei Peiner Träger (PAZ berichtete).

Voriger Artikel
Böschungsbrand bei Peine: Bahnstrecke ist wieder freigegeben
Nächster Artikel
Handorf: Vier Verletzte nach schwerem Unfall

Mitarbeiter der Peiner Träger GmbH im Stahlwerk vor einem Elektrolichtbogenofen.

Quelle: Sebastian Kahnert

Die Geschäftsführung sieht konzernweit rund 1500 Arbeitsplätze auf der Kippe. „In Peine werden derzeit rund 250 Arbeitsplätze durchleuchtet“, sagte Meyer - ob und wie es dann tatsächlich zu einem Abbau der Arbeitsplätze komme, sei aber noch völlig offen.

Der Betriebsrat setzt aber auch auf neue Strukturen und Änderungen in den Unternehmensabläufen. So läuft im Stahlwerk derzeit jeweils nur einer der beiden Elektro-Öfen, was feuerfestes Material und damit auch Kosten spart. Optimierungen von Abläufen soll es kurzfristig aber in allen Abteilungen und Bereichen von Peine Träger geben. Dazu gehöre zum Beispiel die Schrott-Logistik. Der Betriebsrat sei auch überzeugt, dass der Schrotteinkauf für die Stahlproduktion im Elektro-Ofen besser und günstiger zu organisieren sei.

Meyer forderte zudem, angesichts der kritischen Lage für Peiner Träger müssten auch „Erbhöfe“ im Unternehmen angegangen und Hierarchien in der Führungsetage abgeflacht werden. Auch im Gesamtkonzern soll es solche Überlegungen geben, berichtete die Süddeutsche Zeitung. So solle überlegt werden, den Vorstand von sechs auf drei Köpfe zu halbieren. Dieser Bericht wurde von der Salzgitter AG gestern allerdings als Spekulation zurückgewiesen.

Die Probleme von Peiner Träger liegen laut Meyer aber nicht nur im eigenen Haus. So würden in Spanien Stahlhersteller künstlich am Leben gehalten, wobei auch Geld aus den EU-Rettungsfonds fließe. Schwierig sei auch die Lage auf dem Strommarkt. Peiner Träger habe zum Teil 30 Prozent höhere Kosten für Strom als Konkurrenten in anderen Ländern.

pif

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung