Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Betörend: Gelungenes Konzert in der evangelischen Kirche

Dungelbeck Betörend: Gelungenes Konzert in der evangelischen Kirche

Dungelbeck. Das Werden lässt sich bejubeln, das Vergehen beweinen, die Ewigkeit lässt schweigsam werden. Als klanglicher Gegenentwurf lässt sich das aktuelle Konzert-Projekt des Bielefelder Vokal-Ensembles Vokabile erahnen, das in der evangelischen Kirche Dungelbeck das Publikum sowohl in Erstaunen und bei aller Begeisterung über die Qualität der Stimmen manchen auch in eine Art von Ratlosigkeit versetzte.

Voriger Artikel
Lindenquartier: Grünes Licht für Einkaufszentrum in der Innenstadt
Nächster Artikel
Störche hatten mit Wetter zu kämpfen,aber 17 Jungtiere sind ausgeflogen

Notenreiche Veranstaltung: Der Chor Vokabile mit Emre Akca bot einen musikalischen Genuss.

Quelle: ISABELL MASSEL

Das Ensemble hat mit dem Percussionisten Emre Akca ein Programm erarbeitet, mit dem es auf eine ganz besondere klangliche Weise dem Dasein des Menschen auf seinem Weg vom Diesseits ins Jenseits nachspüren möchte.

Die Sängerinnen und Sänger schöpfen dazu aus ihrem Füllhorn der unterschiedlichen Gesangsformen und gestalten eine Art Liturgie des Gotteslobes und Gottvertrauens. Schwerelos lassen sie sich treiben zwischen liturgischen Gesängen der Renaissance, des Barock und der Romantik bis ins musikalische Heute.

Darin eingebettet erzählen sie gemeinsam mit dem Percussionisten den Trommelbau nach einer fünfsätzigen Komposition des 1955 geborenen Komponisten Bob Chilcott, das rituelle Werden einer Trommel in Uganda - vom unvermeidlichen Tod der Ziege als Fellgeberin über das Werden des Holzes zum Trommelbauch bis zum Sein in der Kultur. Fremd klingt das, wer nicht am Kauf eines Programmheftes gespart hat, kann dem die deutsche Übersetzung aller Texte entnehmen, hat es leichter, sich in die Ehrfurcht vor Leben und Natur hineinzuversetzen.

Und wenn der Chor stampfend, klatschend und rufend „Die Erde ist müde“ deklamiert, wird vor dem inneren Auge Verdrängtes nicht nur deutlich, sondern nimmt den Atem. Wie gut, dass Vokabile die Zuhörer von dort aus gleichsam rettet in den Lobpreis des Göttlichen. Wie gleichsam paradiesisch sie mit „O Adonai“ aufgeteilt in Fernchor und eingeflochtenen Sopranen nach dem Erlösergott rufen, wie sie Auferstehung und ewiges Leben gleichsam beschwören mit Thomas Tallis „O nata Lux“ und nach Kyrie und Gloria wiederum um das „ewige Licht“ bitten - diesmal in einer Version von Edward Elgar.

Atmosphärisch hätte diesem kontrastreichen und betörenden Konzert zumindest ein abgedunkeltes Kirchenschiff ebenso gut getan, wie ein eindringlicher Appell zu Beginn, den Applaus bis zum Ende aufzusparen.

uj

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung