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Bessere Verkehrsanbindung der Südstadt zurzeit nicht finanzierbar

Stadtentwicklung Bessere Verkehrsanbindung der Südstadt zurzeit nicht finanzierbar

Kontrovers diskutiert wurde im Planungsausschuss der Stadt Peine über eine bessere Verkehrsanbindung der Südstadt (PAZ berichtete) zur Ilseder Straße. Die Verwaltung hatte bei zwei Planungsbüros für insgesamt 12500 Euro eine Untersuchung in Auftrag gegeben und dem Gremium vier Varianten vom Kreisel bis zur Erschließungsstraßevorgestellt. Aus Kostengründen kommt wohl aber keine davon in Frage.

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Ilseder Straße: Durch die Stahlwerks-Eisenbahnstrecke und die Nord-Süd-Brücke ist sie an der Kreuzungs Wiesenstraße/Feldstraße getrennt. Das Stadtquartier wirkt dadurch abgehängt.

Peine. Seit Jahren wird über Möglichkeiten der besseren Südstadt-Anbindung diskutiert. Das Kernproblem: Seit dem Bau der Nord-Süd-Brücke (1978) und der Trennung der Ilseder Straße ist das Quartier um den Friedrich-Ebert-Platz für den Individualverkehr nur noch über die Theodor-Heuss-Straße und die Braunschweiger Straße erreichbar. Im Norden trennt es die Bahnlinie von der Kernstadt.

Von den untersuchten Varianten 1 bis 4 (siehe Hintergrund) kommt als Fazit der Stadt und der Planer nur die Variante 1.1 in Frage. Als einzige würde sie keine Nachteile im Verkehrsfluss der Kreuzung Wiesenstraße, Feldstraße, Ilseder Straße mit sich bringen. Und auch die Kosten wären mit rund 265000 Euro überschaubar.

Aber: Bei dieser Lösung ergäben sich laut Stadtbaurat Hans-Jürgen Tarrey kritische Begleiterscheinungen durch zu erwartende Verkehrsverstöße. Weil aus der Henselingstraße nur rechts angebogen werden könnte, würden Autofahrer vermutlich häufig an der Fritz-Stegen-Allee wenden. Hinzu komme, dass die Henselingstraße im jetzigen Zustand ungeeignet wäre. Es müssten Halteverbote angeordnet und eine Grunderneuerung in Angriff genommen werden. Außerdem müsste zuvor ein Privatgrundstück mit Altlastenverdacht gekauft werden. Der Eigentümer habe zu alledem gar kein Interesse zu verkaufen.

"Alle untersuchten Varianten sind unter Kosten-Nutzen-Aspekten sehr kritisch zu beurteilen", sagt Tarrey. Die meisten Varianten führten zu einer deutlichen Verschlechterung des Verkehrsflusses. Realisierbar sei auf absehbare Zeit daher keine dieser Anbindungen. Tarrey: "Aus Sicht der Verwaltung sollte das Thema zu den Akten gelegt werden."

Dr. Rainer Döring (FDP) hält das für den falschen Ansatz: "Wir sollten das Projekt langrfristig planen, aber immer im Auge behalten". Ihm gehe es auch um städtebauliche Aspekte. Das sahen auch andere Ausschussmitglieder so.

Hintergrund:

Variante 1: Verlängerung der Henselingstraße mit Anbindung an die Wiesenstraße. Aus der Henselingstraße raus nur nach rechts. Kosten: rund 265000 Euro.

Variante 1.1: Wie vorige Variante, in die Henseling-straße und heraus jedoch nur für Rechtsabbieger.

Variante 2: Vollanschluss der Henselingstraße an die Wiesenstraße.

Variante 3: Kreisel an der Kreuzung Nord-Süd-Brücke, Wiesenstraße, Feldstraße mit Anschluss an die Ilseder Straße jenseits der Stahlwerk-Bahnlinie, inklusive Neubau eines Bahnübergangs. Kosten: rund 1,4 Millionen Euro.

Variante 4: Anschluss der Ilseder Straße über die Bahnlinie an die Nord-Süd-Brücke. Kosten: 900000 Euro. Die Kosten stehen jeweils nur für den Kreuzungsbau.

mic

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