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Besonders schwerer Diebstahl: Acht Monate Haft auf Bewährung

Peine Besonders schwerer Diebstahl: Acht Monate Haft auf Bewährung

Acht Monate Gefängnis auf Bewährung lautete jetzt das Urteil gegen einen jungen Mann (21) aus Peine. Er hatte in der Verhandlung vor dem Jugendschöffengericht letztlich doch noch den gemeinsamen Einbruch mit einem Kumpel gestanden, bei dem die beiden im November 2012 eine Musikanlage im Wert von etwa 1800 Euro erbeutet hatten.

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Amtsgericht Peine: Hier wurde das Urteil gesprochen.

Quelle: A

Normalerweise ergibt ein Geständnis zu Beginn der Verhandlung eine hohe Punktzahl für die Urteilsfindung. Doch der zur Tatzeit 19 Jahre alte Mann machte es dem Gericht und vor allem sich selber sehr schwer, indem er sich zum Geständnis quasi hatte bitten lassen. Zunächst stritt er alles ab mit der Behauptung, das wolle ihm sein Kumpel alles nur in die Schuhe schieben.

Die Aussage einer Zeugin brachte das ohnehin wackelige Lügenkonstrukt endgültig zum Einsturz. Denn sie hatte ihm für die Tatzeit kein falsches Alibi geben wollen; zudem hätten beide Männer ihr von dem Einbruch berichtet. Selbst da hielt der junge Mann noch an seiner Behauptung fest, er sei unschuldig. Erst die Intervention des älteren Bruders brachte den Angeklagten zum Geständnis.

Neben der Verpflichtung, während der dreijährigen Bewährungszeit keine weiteren Straftaten zu begehen, erhielt der Verurteilte die Auflagen, keine Drogen mehr zu nehmen und dies auch mit sechs Urinkontrollen - eine pro Monat - überwachen zu lassen. Zudem muss er 100 Stunden soziale Arbeit leisten. Außerdem muss er sich einem sozialen Trainingskurs unterziehen. Für zwei Jahre soll ihm ein Bewährungshelfer zur Seite stehen. Damit folgte das Jugendschöffengericht dem Vorschlag der Jugendgerichtshilfe und gab ihm als Warnung auch noch 14 Tage Jugendarrest auf. Die Staatsanwaltschaft hatte nur für sechs Monate Haft auf Bewährung plädiert.

Allerdings ist dieses Urteil noch nicht das Ende der Fahnenstange für den 21-Jährigen, denn ein Verfahren wegen Raubes ist noch anhängig. Der Angeklagte ist gegen das Urteil vom November 2013 in Berufung gegangen. Zudem war er im Januar dieses Jahres mit 30 Gramm Haschisch erwischt worden.

hui

Hohenhamelner Realschüler zu Gast im Gericht

Als Anschauungsunterricht zu ihrem derzeit laufenden Präventionsprojekt waren Schüler des neunten und zehnten Jahrgangs der Realschule Hohenhameln mit ihren Lehrerinnen Kathrin Ebert-Garthof und Judith Urban zu Besuch im Gerichtssaal 9 des Peiner Amtsgerichts.

Während den Verhandlungspausen hatten die 21 Mädchen und Jungen Gelegenheit, der Richterin Fragen zu stellen und sich das Prozedere in einer Verhandlung erklären zu lassen. „Ganz schrecklich“ fanden die Schüler das ihrer Meinung nach respektlose Auftreten des Angeklagten im Gericht. Schon früh hätten sie erkannt, dass er offensichtlich nicht die Wahrheit gesagt habe und sich immer weiter in seinem Lügengespinst verstrickt hatte. „Es ist erschreckend, wie man so tief abrutschen kann“, sagte Jasmin Pfüller (16) angesichts der Tat.

Das Urteil sei sehr gerecht, urteilten die Schüler. „Das war ganz schön heftig, was der gemacht hat. Vor Gericht hat er sich auch noch ständig selber widersprochen“, meinte Jan-Miguel Taxa (16). „Der Angeklagte ist gut weggekommen“, befand Anjo Neubacher (16). „Er hat es eingesehen, er will sich ändern“, hofft Tom Papendorf (16).

hui

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