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Beleidigungen per SMS: Peiner zu Bewährungsstrafe verurteilt

Gericht Beleidigungen per SMS: Peiner zu Bewährungsstrafe verurteilt

Peine . Zu vier Monaten Bewährungsstrafe ist ein 37 Jahre alter Versicherungskaufmann aus Peine jetzt vom Amtsrichter verurteilt worden. Der Verurteilte hatte via Internet Frauenbekanntschaften geschlossen und die Betreffenden beleidigt, teilweise sogar bedroht - schriftlich, in Form von Telefon-Kurznachrichten (SMS). Außerdem muss er eine Geldauflage von 700 Euro bezahlen.

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Ein Peiner hatte per SMS Drohungen verschickt.

Quelle: A

Vor Gericht räumte der Beschuldigte alles ein - schließlich gab es an den von ihm selbst getippten, unflätigen Botschaften als Beweise keine Zweifel. Schon öfter war der langjährige Single Damenbekanntschaften per SMS oder via Internet-Chat nach anfänglichem Flirt in einer Art angegangen, die jeglichen zivilisierten Umgangsformen widerspricht.

Die Enttäuschung darüber, dass sie sich nicht mehr gemeldet hatten, sein Alleinsein, die Einsamkeit am Wochenende und allgemeinen Frust zählte der Mann vor Gericht als Gründe für sein Fehlverhalten auf. Wenn er dann noch gefeiert habe - sprich, Alkohol getrunken - kam es zu jenen, oft unter der Gürtellinie angesiedelten Beschimpfungen, die die Adressatinnen zu Recht empörten. In zwei Fällen fürchteten sie sogar um Leib und Leben, denn der ihnen teilweise kaum bekannte Angeklagte hatte ihnen gedroht, sie „aufzuschlitzen“.

„Ich stehe manchmal nachts auf und greife zum Handy, aber am nächsten Morgen weiß ich nichts mehr davon. Wenn ich dann meine SMS lese, erschrecke ich mich über mich selbst“, sagte der Beschuldigte. Er sei eigentlich im Alltag ein friedfertiger Mensch, schäme sich sehr über diese Ausfälle und habe sich deshalb im vergangenen Jahr in psychiatrische Behandlung begeben.

Da der Versicherungskaufmann schon zweimal wegen derselben Delikte zu Geldstrafen verurteilt worden war, folgte der Richter dem Antrag des Staatsanwalts auf eine Haftstrafe, die auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt ist. Für den Angeklagten, der seit einigen Monaten wieder in einer festen Beziehung lebt, bedeutet dies, dass er sich während dieser Zeit nichts dergleichen erneut zuschulden lassen kommen darf.

Außerdem muss er die psychiatrische Behandlung fortführen und darüber monatlich dem Gericht einen Nachweis erbringen. Zudem wird ihm ein Bewährungshelfer als Stütze und Ansprechpartner zur Seite gestellt.

hui

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