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Befindet sich die PUT in der Krise?

Peine Befindet sich die PUT in der Krise?

Peine. Die Peiner Umformtechnik (PUT) ist nach dem Verkauf der indischen Mutter Sundram Fasteners an die deutsche Gesellschaft Hanse Industriekapital (IK) zunächst offenbar in schweres Fahrwasser geraten. So fehlten dem Schraubenhersteller im Juni die Mittel, um das fällige Urlaubsgeld zu zahlen. Es steht bis heute aus.

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Blick auf den Hof der Peiner Umformtechnik (PUT): Im April wechselte das Traditionsunternehmen den Besitzer - Sundram Fasteners hat es an die Hanse Industriekapital verkauft.

Quelle: Thorsten Pifan

Der neue PUT-Geschäftsführer Marc Wolfram Eberle zur aktuellen Lage: „Wir haben das Liquiditätsproblem des Unternehmens gelöst.“

Offen blieb allerdings auch gestern bei einem Termin vor dem Arbeitsgericht, was mit dem Urlaubsgeld ist. Zumindest für Mitarbeiter der PUT-Tochter Peiner Service Gesellschaft (PSG) fand dort gestern ein Gütetermin statt. Für die PUT war Personalchef, Klaus Rohr, vor Ort. Der bestätigte, dass das Traditionsunternehmen im Juni nicht genug Geld hatte, um das Urlaubsgeld zu zahlen. Das gilt auch für die Mitarbeiter der PUT selbst.

„Inzwischen haben wir die PUT komplett entschuldet“, sagte Eberle. Rund 22 Millionen Euro habe das gekostet. Mittlerweile verfüge die PUT über 43 Prozent Eigenkapital. Über das Urlaubsgeld müsse nun verhandelt werden. Im Übrigen hätte es eine schriftliche Vereinbarung mit dem PUT-Betriebsrat gegeben, um die Zahlung des Urlaubsgeldes zu verschieben.

Dazu sagte PUT-Betriebsratsvorsitzender Uwe Simon: „Es gab seinerzeit tatsächlich die Anfrage der Geschäftsführung, solch eine Vereinbarung zu treffen.“ Dazu sei es aber nicht gekommen. Denn der Betriebsrat wollte über eine Vertragsanwältin klären lassen, ob die Kaufverträge zwischen Sundram und der Hanse IK nicht zum Nachteil der Peiner Unternehmen seien. Das hätte die Geschäftsführung damals jedoch abgelehnt. Eberle dazu: „Es sollte auch in vertrauliche Unterlagen der Firma Einblick genommen werden, und das überschreitet die Zuständigkeit einer Gewerkschaft.“

Sorge bereitet den rund 280 Beschäftigten, dass einige Anlagen verkauft und zurückgemietet wurden. Eberle sagte: „Das ist ein völlig normaler Prozess in mittelständischen Unternehmen. Wir mussten die Anlagen als Sicherheiten hinterlegen.“ Probleme gebe es aber mit der „wenig kooperativen“ IG Metall. Für die Zukunft sagte er: „Wir werden die Situation in Peine nun Stück für Stück verbessern.“

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