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Bedrückende Geschichten von der Flucht

Peine Bedrückende Geschichten von der Flucht

Peine. Sie waren bedrückend, erschreckend und zum Teil einfach nur traurig, die Geschichten, die sechs Schauspieler der Berliner Bühne für Menschenrechte im Forum erzählten. Rund 80 Gäste waren gekommen, um zu hören, wie sich Menschen auf der Flucht fühlen, was sie denken, wovor sie Angst haben und was sie hoffen.

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Im Peiner Forum: Künstler setzten „Asyldialoge“ künstlerisch um. Wortwörtlich rezitierten sie, was die Menschen gesagt hatten - untermalt von getragener Cello-Musik.

Quelle: Isabell Massel

Eingeladen hatte die Peiner Gruppe von Amnesty International. „Amnesty kümmert sich um die Einhaltung der Menschenrechte. Oft ist die Meinungsfreiheit das zentrale Problem, aber wir engagieren uns auch für Frauenrechte und, besonders aktuell, Flüchtlinge“, sagte Giselher Stoll von Amnesty Peine.

Das Stück „Asyldialoge“ ist aus Interviews entstanden. Befragt wurden Menschen mit Fluchterfahrungen, aber auch solche, die sich um Flüchtlinge kümmern. Nun setzen Künstler aus den Regionen, in denen die „Asyldialoge“ aufgeführt werden, diese künstlerisch um. Wortwörtlich rezitierten sie, was die Menschen gesagt hatten, untermalt von getragener Cello-Musik.

So berichtete Wassir von seinem Leben in Karachi, der Gewalt in den Straßen, der drohenden Verhaftung, den toten Freunden und immer wieder der Frage: Wird sich vielleicht doch etwas ändern? Dann die Flucht, zunächst nach Griechenland, wo er mehrere Jahre lebt und arbeitet, dann aber von Rechten bedroht und angegriffen wird. Weiter geht es für ihn über Ungarn nach Deutschland, wo Ungewissheit über eine drohende Abschiebung das Leben bestimmt.

Dramatisch auch die Geschichte von Rayanna, die im Krieg in Tschetschenien eins ihrer Kinder verliert. Als auch ihr Mann bedroht wird, fliehen sie nach Deutschland in der Hoffnung, endlich Ruhe zu finden. Doch die Hoffnung trügt. Trotz Hilfe der Deutschen Anna gelingt es nicht, die Abschiebung der Familie zu verhindern, während Rayanna im Krankenhaus liegt.

Schlimme Berichte aus Gefängnissen in Bulgarien, Krieg in Syrien und Verfolgung im Irak lassen das Publikum betroffen lauschen. Es ist still im Saal - und so mancher denkt sicher daran, wie es wäre, wenn ihm so etwas widerfahren würde.

Im Anschluss an die „Asyldialoge“ gab es noch die Gelegenheit zu einer Diskussion und zu Fragen.

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