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„Bauernhöfe statt Agrarfabriken“

Kreis Peine „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“

Jetzt gehen die ersten Bürger gegen die fünf geplanten Hähnchenmast-Anlagen im Peiner Land auf die Barrikaden: In Alvesse und Lahstedt gründen sich gerade Bürgerinitiativen, um gegen die Mastställe zu protestieren. „Wir fordern den Schutz für Mensch, Tier und Umwelt“, sagt Helga Laue aus Adenstedt. Zusammen mit weiteren besorgten Lahstedtern baut sie gerade die „Bürgerinitiative Lahstedt-Ilsede“ auf.

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Die Bürgerinitiativen fordern die Freilandhaltung von Hühnern wie auf diesem Geflügelhof - und keine Massentierhaltung.

Quelle: archiv

Kreis Peine . „Wir fordern artgerechte Tierhaltung und wollen Bauernhöfe statt Agrarfabriken“, führt die Adenstedterin weiter aus. Laue fährt heute auch zu einer Aktion des Netzwerks „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“, die zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin stattfindet. Geplant ist eine Kundgebung sowie ein Gespräch mit Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU).

Derweil geht auch die Gründung der Bürgerinitiative in Alvesse voran. In Nähe der Vechelder Ortschaft soll die größte Anlage im Kreisgebiet entstehen – 84 000 Tiere sollen dort gemästet werden. „Wir wollen diese Anlage hier nicht und wehren uns jetzt“, sagt Regina Will aus Alvesse. Die Gründungsveranstaltung der Bürgerinitiative „Üfingen-Alvesse“ findet am Montag, 18. Januar, ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Üfingen, Spritzenstraße 1, statt.

Einen Tag später ist eine Infoveranstaltung in Solchen geplant. In der Ortschaft der Gemeinde Ilsede will der Landwirt Christoph Ehlers einen Maststall für 39500 Hähnchen bauen. „Wir müssen die Einbußen aus dem Ackerbau irgendwie ausgleichen“, erklärt der Solschener. Während einer Veranstaltung will er seine Pläne näher erläutern. Los geht es am Dienstag, 19. Januar, ab 19.30 Uhr in der Seniorenbegegnungsstätte an der Solschener Schule. „Das Thema muss einfach öffentlich diskutiert werden“, sagt der Ortsbürgermeister Günther-Georg Mohrholz (SPD).

Darauf setzt auch Lahstedts Bürgermeister Klaus Dieter Grimm (parteilos), der sich mit einer möglichen Anlage in Groß Lafferde konfrontiert sieht. Er fordert, dass auch bei Ställen unter 40000 Masthähnchen die Öffentlichkeit hergestellt werden müsse – gesetzlich vorgeschrieben ist das erst für größere Bauten. Verhindern könne die Verwaltung solche Ställe allerdings nicht, möglicherweise kann sie jedoch so genannte Vorranggebiete ausweisen. Dies müsse nun eingehender geprüft werden.

Kontakt zur Bürgerinitiative in Adenstedt gibt es über Helga Laue, Telefonnummer 05172/ 7040.

Tobias Mull

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