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Bau: Auftragsbücher sind voll

Peine Bau: Auftragsbücher sind voll

Die Konjunktur im Peiner Baugewerbe brummt wie lange nicht. „Die meisten Auftragsbücher sind bis zum Jahresende prall gefüllt“, sagt Kreishandwerksmeister Lutz Seidel. Die Auslastung der allermeisten Firmen liegt fast bei 100 Prozent. Seidel: „Viele stöhnen, dass sie gar nicht alles schaffen können.“

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Heizungswartung, Wärmedämmung, Tapezieren: Wer einen Handwerker benötigt, muss eventuell warten.

Quelle: A

Peine. Das ist natürlich positiv gemeint. Der Kreishandwerksmeister betont: „Das Handwerk hat einen Lauf.“ Rund 100 Baubetriebe gibt es im Peiner Land, davon 20 Innungsmitglieder. Aus diesen Reihen hört auch Erwin Günter, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, nur Gutes. Sanierungen, Wärmedämmungen, Maler- und Tischlerarbeiten – „die Nachfrage ist groß“, so Günter. „Was in Peine aber fehlt, sind Unternehmen, die größere Bauobjekte abwickeln können.“

Dennoch, für die vorhandenen Betriebe läuft es richtig rund. Ulrike Brandes-Peitmann kennt einen Grund. Stichwort „Betongold“: „Die Menschen lassen das Geld nicht auf der Bank, sondern investieren wieder in ihre Häuser“, weiß die Inhaberin von Baustoff Brandes, die sich über positive Umsätze freut.

Hartmut Grobe, Obermeister der Baugewerkeinnung Peine, sieht in der regen Nachfrage eine Reaktion auf die Euro-Krise. Und weist darauf hin, dass es nach einer längeren Durststrecke Nachholbedarf gebe. Grobe: „Die Leute sehen eine Zukunftsperspektive und investieren.“

Die große Nachfrage führt nun dazu, dass die meisten Betriebe mit der Arbeit gar nicht mehr hinterherkommen. Das spürt sogar die Stadt: „Im Moment ist es eher schwierig, schnell einen Handwerker zu bekommen“ , so Sprecherin Ulrike Laudien. Neben der Vielzahl der Aufträge kommt bei diesem Problem eines dazu: Firmen haben in den mageren Jahren Personal abgebaut – und können jetzt nicht spontan neues einstellen. „Es gibt kaum noch Facharbeiter“, hat Grobe festgestellt. Jedenfalls stehen sie nicht Schlange.

In der aktuellen Situation bedeutet das für Peiner, die ihre Bauten auf die Schnelle winterfest machen wollen: Warten. Lutz Seidel appelliert deshalb an kleinere Auftraggeber: „Wer seine Wohnung tapezieren oder die Heizung erneuern lassen will, sollte ein wenig Geduld haben.“ Im Januar und Februar kommt man mit den meisten Firmen wieder besser ins Geschäft. Vorteil: „Wenn dann die Konjunktur wieder abnehmen sollte, haben die Firmen weiterhin etwas zu tun“, meint Hartmut Grobe.

bor

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