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„Ballongroßer Fuß, steinharte Wade“

Dungelbeck „Ballongroßer Fuß, steinharte Wade“

Eigentlich wollen Güler Karpuz-Paul und Roger Paul aus Dungelbeck mit ihren Kindern Talia und Levin einen schönen Ausflug nach Peine machen. Doch der Ausflug zieht tagelange Schmerzen für die dreijährige Talia nach sich, denn ihr Beinbruch wird nicht sofort erkannt.

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Großer Schreck für die Dungelbecker Familie Karpuz-Paul: Die dreijährige Talia muss wegen eines Beinbruchs einen Gips vom Fuß bis über das Knie tragen. Der Bruch wurde nicht sofort von der Ärztin erkannt.

Quelle: cb

Peine-Dungelbeck . Böse umgeknickt: Beim Spielen auf einer Hüpfburg verletzt sich die dreijährige Talia aus Dungelbeck. Ihre Eltern Güler Karpuz-Paul und Roger Paul fahren sie daraufhin sofort nach Hause. Als drei Stunden nach dem Unfall die Schmerzen nicht nachlassen und die Wade des Kindes „steinhart“ ist, fährt Vater Roger Paul mit ihr ins Peiner Klinikum. Dort meldete er sich beim kassenärztlichen Bereitschaftsdienst. „Ich dachte, dass man uns von dort aus zu den Ärzten des Krankenhauses schicken würde. Mein Hausarzt verweist mich ja auch an einen Spezialisten“, sagt Paul.

Doch die behandelnde Ärztin – Name der PAZ bekannt – tastet das Bein ab und diagnostiziert eine Innenband-Dehnung oder einen Innenband-Anriss. Einen Bruch schließt sie laut Aussage der Eltern ohne Röntgen aus. Die Dreijährige bekommt einen Verband und Schmerzmittel. „Falls Talias Zustand nicht besser werde, sollten wir zur Kinderchirurgie fahren“, erklärt die Mutter. Und es wird nicht besser: „Meine Tochter hat nur geweint und auf dem Sofa gelegen. So kenne ich sie gar nicht. Wir haben ihr die Höchstdosis des Schmerzmittels gegeben“, sagt die Dungelbeckerin.

Zwei Tage später geht sie wieder mit ihrer Tochter wieder ins Peiner Klinikum – diesmal in die Notaufnahme. „Der Arzt sah den ballongroßen Fuß und die steinharte Wade und ordnete sofort eine Röntgen-Aufnahme an“, erklärt die Mutter. Auf dem Bild ist klar ein Bruch kurz unter dem Knie zu erkennen. Jetzt trägt Talia einen Gips vom Fuß bis übers Knie.
Karpuz-Paul kritisiert: „Ich kann nicht verstehen, warum nicht die erste Ärztin sofort eine Röntgen-Aufnahme gemacht hat. Gerade bei einem dreijährigen Kind sollte man doch besonders vorsichtig sein.“ Sie ergänzt: „Die Ärztin muss es doch nicht aus eigener Tasche bezahlen.“

Nach dem ersten Schreck schreiben die Eltern eine Beschwerde an die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen und bekommen prompt nach zwei Tagen Antwort. „Der Vereinigung tut es leid, dass wir das erleben mussten“, sagt Karpuz-Paul. Außerdem bietet man der Familie Schmerzensgeld an. Der Peiner Ärztin hat das Ehepaar eine Kopie der Beschwerde geschickt. „Sie hätte daraufhin mal nachfragen können, was daraus geworden ist. Das wäre menschlich gewesen“, betont Talias Mutter.

Auf PAZ-Anfrage sagt die Ärztin, dass sie gerne bereit gewesen wäre, mit den Eltern zu sprechen, wenn diese sich in ihrer Praxis gemeldet hätten. Die Eltern hatten aus Sicht der Ärztin alle Papiere zur Hand, um ihre Tochter in einer Kinder-Chirurgie weiter behandeln zu lassen: „Es ist leider manchmal sehr schwierig, Patienten klar zu machen, dass eine andere Klinik als die Peiner für sie besser geeignet wäre“, sagt sie. Bei der Familie Karpuz-Paul sei ihr das anscheinend nicht gelungen.

Wiebke Schwarze

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