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Bahnhof-Fahrstühle sind ständig defekt: Bürger ärgern sich über lange Ausfälle

Peine Bahnhof-Fahrstühle sind ständig defekt: Bürger ärgern sich über lange Ausfälle

Peine. Kurt Gyurtsik ist fassungslos. Es sei eine Unmöglichkeit, dass die Reparatur der seit Wochen defekten Fahrstühle am Bahnhof so lange dauere. „Seit gestern funktioniert wenigstens der mittlere wieder, aber viele aus der Bevölkerung sind doch auf die Lifte angewiesen“, schimpft der Peiner. Zudem bemängelt er die für ihn zu eng bemessenen Schieberillen für Fahrräder entlang der Treppen.

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Kurt Gyurtsik dauern die Reparaturen der Fahrstühle am Bahnhof zu lange.

Quelle: ck

„Ich kann es einfach nicht verstehen, dass die erst vor wenigen Monaten sanierten Fahrstühle laufend kaputt sind“, sagt Gyurtsik. Zumal sich die Reparatur für ihn viel zu lange hinziehe. „Wochenlang gingen weder der mittlere Aufzug noch der an der Südstadtseite“, so der Peiner weiter. Die Stadt sollte doch auch ein Interesse haben, den Bahnverkehr für alle Bürger - Passanten mit Gehbehinderung, Kinderwagen oder Rollator - zu ermöglichen, argumentiert Gyurtsik - „ebenso wie die Verbindung der Süd- mit der Innenstadt mit sämtlichen Einkaufsmöglichkeiten“. Die Empörung über ausgefallene Fahrstühle habe er bei vielen beobachtet. Sieglinde Schuchard etwa ist laut ihrem Behindertenausweis zu 100 Prozent beeinträchtigt und auf ihren Rollator angewiesen. „Als beide Aufzüge nicht gingen, kam ich nicht auf die andere Seite der Gleise“, erzählt sie. Denn selbst wenn der Südstadtlift nach wie vor defekt ist, gelangt man über einen Fußweg zum mittleren und von dort in die Unterführung. Auch Schuchard sei aufgefallen, dass die Lifte oft kaputt sind.

Seitdem zwei Männer Anfang Juni im Südstadt-Aufzug stecken geblieben waren und zur Bergung die Scheibe zerstört werden musste (PAZ berichtete), ist dieser außer Betrieb. Gyurtsik kenne sich mit Fahrstuhltechnik aus, sagt er. „Soweit ich das beurteilen kann, muss hier nur die Tür ausgetauscht werden und das darf selbst bei einer Neuanfertigung nicht länger dauern als eine Woche“, kritisiert er den langen Stillstand.

Zudem ist für ihn die Spur zum Schieben von Fahrrädern entlang der Treppenstufen viel zu eng. „Hat jemand einen breiteren Sportlenker, Gepäck auf dem Träger oder Seitentaschen am Rad, ist es schier unmöglich, hier entlang zu schieben“, so Gyurtsik.

Die Probleme seien der Stadt bekannt, bestätigte gestern Pressesprecherin Karin Richter auf Nachfrage der PAZ: „Der TÜV hat nach der Sanierung die Fahrstühle als technisch einwandfrei bestätigt“, so Richter. Die Ausfälle seien natürlich auch für die Stadt sehr ärgerlich. „Aufgrund der Notöffnung durch die Feuerwehr im Juni kann leider die Ursache für den Defekt im Nachhinein nicht mehr festgestellt werden“, so die Sprecherin. Man müsse nun das komplette Türelement austauschen - „da sind wir an die Lieferzeiten gebunden und können diese nicht beeinflussen“, bedauert Richter.

Auch sei die für viele zu schmale Schieberille schon mehrfach bei der Stadt moniert worden. Eine bauliche Veränderung würde aber einen enormen Aufwand erfordern. „Eine einfache Lösung ist daher nicht in Sicht“, sagt Sprecherin Karin Richter und verweist Radler auf die Fahrstühle. Vorausgesetzt, die gehen.

ck

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