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Bahn-Reisezentrum am Bahnhof schließt

Peine Bahn-Reisezentrum am Bahnhof schließt

Peine. Die Westfalenbahn rollt an, die Deutsche Bahn (DB) geht - und mit ihr auch das Reisezentrum im Peiner Bahnhof. Zum Jahresende wird der Konzern seinen Verkauf von Fernreisetickets vor Ort einstellen.

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Das Reisezentrum der Bahn am Peiner Bahnhof schließt. Auf persönliche Beratung in Sachen Fernreisen müssen die Bahnkunden dort ab Dezember verzichten.

Quelle: ju

Kunden, die das Fernreise-Netz der Bahn nutzen wollen, bleibt dann im Bahnhof nur noch der Gang zum Ticket-Automaten.

„Wir müssen das Reisezentrum in Peine leider schließen“, bestätigt Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis auf Nachfrage der PAZ. Nach der Übernahme des Streckennetzes von Rheine über Peine nach Braunschweig durch die Westfalenbahn (PAZ berichtete) dürfe die Deutsche Bahn vor Ort keine Tickets für den Nahverkehr mehr verkaufen. Das übernimmt dann ausschließlich die Westfalenbahn. „Und ein Reisezentrum ausschließlich für den Fernverkehr in Peine aufrecht zu erhalten, ist wirtschaftlich nicht tragbar“, erklärt Meyer-Lovis.

Für die Peiner Bahnkunden ist das ein Schock: Gerade ältere Bürger wollen auf die persönliche Beratung vor Ort nicht verzichten. Aus diesem Grund hat es bereits vor einem Jahr Gespräche zwischen der Deutschen Bahn und der Westfalenbahn über eine mögliche Zusammenarbeit gegeben. „Wir haben angeboten, den Gesamtverkauf vor Ort aufrecht zu erhalten“, sagt Meyer-Lovis. „Die Gespräche waren allerdings nicht von Erfolg gekrönt.“

Dabei könnte sich auch die Westfalenbahn durchaus eine Kooperation mit dem Bahn-Konzern vorstellen. „Das Angebot der Deutschen Bahn war für uns viel zu hoch“, sagt Dr. Stefan Bennemann, Bereichsleiter der Unternehmensentwicklung bei der Westfalenbahn. „Wir sind weiter für eine Zusammenarbeit offen. Allmählich wird es jedoch schwer, das bis zur Betriebsaufnahme im Dezember zu realisieren“, so Dr. Bennemann.

Auch die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), in deren Auftrag die Westfalenbahn den Nahverkehr zwischen Rheine und Braunschweig übernimmt, hofft auf eine Einigung. „Das Problem ist da“, sagt Rainer Peters, Sprecher der LNVG. „Wir haben die Westfalenbahn gebeten, weitere Gespräche mit der Bahn zu führen. Wir könnten uns zurückziehen, da wir lediglich für den Personennahverkehr zuständig sind. Aber wir wollen nicht, dass das auf dem Rücken unserer Fahrgäste ausgetragen wird.“ Für die Bahn hingegen steht fest: „Es wird keine weiteren Gespräche geben“, betont Meyer-Lovis.

Die Schließung des DB-Reisezentrums steht damit fest. Peiner Bahnkunden können somit künftig nur noch im 400 Meter entfernten TUI-Reisebüro an der Breiten Straße 28 persönlich Fernreisetickets buchen. Außer dem Fahrkarten-Automaten am Bahnhof in Peine bleibt zudem der Ticket-Kauf über das Internet und über eine Telefon-Hotline. „Diese Vertriebswege werden immer häufiger genutzt“, schildert Meyer-Lovis.

Seinen Mietvertrag für die Fläche des Reisezentrums mit der Stadt Peine, die als Besitzer zwei Räume des Bahnhofs an die Bahn verpachtet, will der Konzern zum Jahresende kündigen. Der Kunden-Service der Bahn-Tochter Regionalbus Braunschweig GmbH soll erhalten bleiben (siehe Text unten).

  • Mehr dazu ist in der heutigen Ausgabe der PAZ.

ju

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