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Bäckerbanden-Prozess: Haftstrafen beantragt

Peine Bäckerbanden-Prozess: Haftstrafen beantragt

Peine/Hildesheim. Zwei Jahre und elf Monate Haft hat Staatsanwalt Oliver Paul für das 19-jährige Mitglied der sogenannten Bäckerbande vor dem Landgericht Hildesheim gefordert, das er als „Haupttäter“ in der Gruppe sieht.

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Quelle: A

Peine. Fünf junge Männer sollen unterschiedlich oft bei Straftaten mitgemacht haben. Es geht dabei um eine Serie von Einbrüchen in Bäckereien und andere Geschäfte zwischen Februar und August 2014 - auch im Kreis Peine. Alle sind angeklagt. Gestern gab es die Plädoyers.

Der 19-Jährige ist für elf Taten angeklagt, mehrfach vorbestraft und hat schon eine Jugendstrafe verbüßt. Der psychiatrische Gutachter Dr. Michael von der Haar erkannte bei ihm eine dissoziale Persönlichkeitsstörung; dem 19-Jährigen mangele es an Empathie für andere Menschen. Auch die Vertreterin des Jugendamtes sah „keine positive Sozialprognose“. Er sei von seiner Mutter zwar mit viel Liebe aufgezogen worden, „aber Wesentliches wurde nicht vermittelt“. Die Hilfsangebote des Jugendamtes habe er nicht genutzt.

Für zwei der Angeklagten wird es bei der Urteilsverkündung am Freitag um die Frage gehen: Gefängnis oder nicht. Für den mit 18 Jahren Jüngsten beantragte der Staatsanwalt ein Jahr und sechs Monate Jugendstrafe ohne Bewährung. Er glaube nicht an eine gute Prognose: „Absichtserklärungen reichen nicht aus“, so Oliver Paul. Dagegen meinte Verteidiger Christoph Rautenstengel, sechs Monate Untersuchungshaft hätten ein Umdenken bei seinem Mandanten bewirkt, und auch sein frühes, umfassendes Geständnis müsse berücksichtigt werden.

Auch für einen 24-Jährigen, der als Einziger nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt wird, geht es um Bewährung oder Haft. Staatsanwalt Paul beantragte zwei Jahre und drei Monate Gefängnis. Anwalt Reinald Gutkess meinte, zwei Jahre zur Bewährung wären auch möglich.

Für seinen 20-jährigen Mandanten erklärte sich Verteidiger Irfan Cakar mit den beantragten eineinhalb Jahren zur Bewährung einverstanden. Den Mercedes des jungen Mannes als Tatfahrzeug einzuziehen, erscheine aber nicht gerechtfertigt.

Der fünfte Täter ist nicht als Bandenmitglied angeklagt. Er war bei der Verabredung zu Beginn der Einbruchsserie nicht dabei und machte nur ein Mal mit. Der frisch gebackene Vater wird daher wohl mit sozialem Training und Arbeitsauflagen davonkommen.

bar

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