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„Bäckerbande“ vor Gericht

Peine „Bäckerbande“ vor Gericht

Kreis Peine. Ein halbes Jahr lang haben sie als sogenannte „Bäckerbande“ den Peiner Landkreis mit Einbrüchen in Unruhe versetzt: Vor allem Bäckereien, aber auch andere gewerblich genutzte Räume wurden von ihnen heimgesucht. Jetzt stand die Bande in Hildesheim vor Gericht.

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Rechtsanwalt Reinald Gutkess mit seinem Mandanten.

Quelle: bar

Peine. Als Angeklagte vor der Jugendkammer des Hildesheimer Landgerichts geben sich die jungen Männer zwischen 18 und 24 Jahren überwiegend reuig und einsichtig. Vier von ihnen lassen über ihre Verteidiger erklären, dass sie die vorgeworfenen Taten einräumen. Nur einer schweigt bisher.

Staatsanwalt Oliver Paul verlas 15 Anklagepunkte: Zwischen Februar und August beging die Bande in unterschiedlicher Zusammensetzung Einbrüche in Hohenhameln, Peine, Ilsede, Bad Salzdetfurth, Hildesheim, Goslar und Rheden. In fünf Fällen blieb es beim Versuch. Mal wurden die Täter von Zeugen überrascht und flüchteten, mal näherte sich schon die Polizei und schlug sie in die Flucht, einmal fanden sie schlicht keine Beute. Mehrmals waren einzelne der Angeklagten der Polizei schon aufgefallen, weil sie sich in der Nähe eines Tatortes aufhielten. Am 4. August vergangenen Jahres wurden schließlich vier von ihnen nach einem Einbruch in Sarstedt festgenommen. Einer befindet sich noch in Untersuchungshaft, ein 19-Jähriger verbüßt eine Strafe in anderer Sache, die anderen drei sind zur Zeit in Freiheit.

Irgendwann im Februar hätten vier von ihnen bei McDonalds beim Essen verabredet, in Zukunft gemeinsam Einbrüche zu begehen, gaben sie an. Dass seine Freunde dicke Packen Geld in der Tasche hatten, „das hat mich beeindruckt“, lässt der Jüngste durch Verteidiger Christoph Rautenstengel erklären. Ihm sei es gar nicht um Geld gegangen, sagt dagegen ein 20-Jähriger. Wegen einer leichten körperlichen Behinderung sei es schwer für ihn, Anerkennung und Respekt zu erlangen. Als Autonarr habe er drei eigene Fahrzeuge gehabt und daher meist als Fahrer fungiert. Von der Beute habe er dann nur einen Anteil von 50 oder 100 Euro erhalten.

Laut Anklage war ein Angeklagter zwölf Mal dabei, zwei machten sechs Mal, einer sieben Mal mit. Einer der Angeklagten soll nur einmal dabeigewesen sein. „Ich hätte mich nicht darauf einlassen dürfen“, ließ er erklären.

Vier Angeklagte können darauf hoffen, als Heranwachsende nach Jugendrecht verurteilt zu werden. Einzig auf den 24-Jährigen trifft das nicht zu. Er habe mit dem gestohlenen Geld seinen Kokainkonsum finanzieren wollen, sagt Verteidiger Reinald Gutkess, wolle aber keineswegs auf verminderte Schuldfähigkeit hinaus: „Er wusste genau, was er tat.“

bar

• Die Verhandlung wird am 26. Januar um 9.30 Uhr fortgesetzt.

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