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„Bäckerbande“: Fünfter Angeklagter gesteht

Peine „Bäckerbande“: Fünfter Angeklagter gesteht

Kreis Peine. Im Prozess gegen die „Bäckerbande“ vor der Jugendkammer des Hildesheimer Landgerichts hat gestern der letzte der fünf Angeklagten durch seinen Anwalt Mario Sünder eine geständige Erklärung abgegeben.

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Blick auf die Anklagebank: Die fünf Angeklagten und ihre Anwälte am gestrigen Verhandlungstag.

Quelle: bar

Peine. Der 19-Jährige hatte am ersten Verhandlungstag geschwiegen, während die übrigen Angeklagten ihre Beteiligung an mehreren Einbrüchen in der Region eingeräumt hatten. Die fünf jungen Männer sollen unterschiedlich oft bei den Straftaten mitgemacht haben. Es geht dabei um eine Serie von Einbrüchen in Bäckereigeschäfte und andere gewerbliche Räume zwischen Februar und August 2014.

Den 19-Jährigen betreffen mit zwölf Anklagepunkten die meisten Vorwürfe. Er bestritt nur einen einzigen: Zu einem Golfclub seien er und seine Kumpane zu spät gekommen, denn andere hätten schon vorher die Kupferplatten vom Dach gestohlen. Da auch ein weiterer Angeklagter diesen Einwand vorgebracht hatte, stellte die Jugendkammer auf Antrag von Staatsanwalt Oliver Paul diesen Fall ein.

Der 19-Jährige erklärte, er habe die Taten begangen, um seinen Kokainkonsum zu finanzieren. Er habe schon längere Zeit Drogen genommen. Das habe sich gesteigert, als im Mai seine Freundin mit dem gemeinsamen Kind in ein Mutter-Kind-Heim einzog und er keinen Kontakt mehr zum Kind hatte. Er wolle eine stationäre Drogentherapie antreten.

Angesichts der Geständnisse verzichteten der Staatsanwalt, die fünf Verteidiger und die Kammer auf sämtliche Zeugen. Das Verfahren wird dadurch erheblich verkürzt. Für den heutigen Verhandlungstag werden bereits die Plädoyers erwartet.

Der Vorsitzende Richter Volker Heckemüller befragte die Angeklagten nach ihrer augenblicklichen Lebenssituation und ihren Zukunftsplänen. Rechtsanwalt Reinald Gutkess stellte die besonderen Bemühungen seines Mandanten dar, der nach Entlassung aus der Untersuchungshaft seinen guten Willen zeigte: Der 24-Jährige habe sich sofort um Arbeit bemüht und hat jetzt eine Vollzeitbeschäftigung. Er habe bereits 700 Euro an Geschädigte zur Wiedergutmachung überwiesen und wolle weiterhin zahlen. Außerdem habe der Vater von zwei Kindern die Schuldnerberatung und Drogenberatung der Caritas aufgesucht, um seine Probleme in den Griff zu bekommen.

Für die Urteilsfindung werden auch die Berichte der Jugendhilfen und des psychiatrischen Gutachters Michael von der Haar eine Rolle spielen.

bar

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