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Bäckerbande: Ein Täter muss hinter Gitter

Peine Bäckerbande: Ein Täter muss hinter Gitter

Peine/Hildesheim. Drei Jahre Jugendhaft lautet das Urteil für den Haupttäter der „Bäckerbande“, die in der Region Hildesheim-Peine im vergangenen Jahr eine Reihe von Einbruchsdiebstählen verübt hat.

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Links der 19-Jährige, der zu einer Jugendstrafe von drei Jahren ohne Bewährung verurteilt wurde, mit seinem Verteidiger Mario Sünder. Für den 20-Jährigen neben ihm wurden ein Jahr und sechs Monate Jugendstrafe zur Bewährung ausgesetzt. Ganz rechts Verteidiger Irfan Cakar.

Quelle: bar

Die Jugendkammer des Hildesheimer Landgerichts urteilte damit einen Monat mehr aus, als Staatsanwalt Oliver Paul beantragt hatte. Die Kammer sehe den 19-Jährigen in einer „Führungsrolle“, begründete der Vorsitzende Richter Volker Hecke-müller das Urteil.

Den Angeklagten treffen mit elf Taten die meisten Vorwürfe, er hat außerdem schon Jugendstrafen verbüßt. Auch weil der psychiatrische Gutachter Michael von der Haar eine Persönlichkeitsstörung bei dem Angeklagten erkannt habe, sehe das Gericht „erheblichen Erziehungsbedarf“. Allerdings hält die Kammer auch fest, dass bei dem 19-Jährigen Drogenmissbrauch vorliege und eine Abhängigkeit zumindest nicht ausgeschlossen sei. Dadurch ebnet das Gericht den Weg und macht die Vollstreckung der Haft in einer Entziehungsklinik möglich. Dies war ein erklärtes Ziel der Verteidigung.

Für alle anderen Angeklagten wurden die Strafen zur Bewährung ausgesetzt. Ein weiterer 19-Jähriger war nur an einem einzigen Versuch beteiligt und gehörte nicht der „festen“ Bande an, für ihn ist der Ausspruch einer Jugendstrafe insgesamt zur Bewährung ausgesetzt. Er muss sich nun mit gemeinnützigen Arbeitsstunden und einem sozialen Trainingskurs beweisen.

Für den Jüngsten, der zur Tatzeit noch nicht volljährig war, hatte der Staatsanwalt zwar auch eine Jugendstrafe ohne Bewährung beantragt, die Kammer entschied aber anders. Sein frühes und umfassendes Geständnis spreche für ihn. Auch kann der 18-Jährige im gleichen Restaurant wie sein Vater eine Arbeitsstelle antreten.

Auch der einzige Angeklagte, der nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt wurde, erhält anders als vom Staatsanwalt beantragt noch eine Bewährungschance. Mit einem frühen Geständnis und deutlichen Bemühungen, sein Leben zu ändern, gab er der Kammer Gründe für eine günstige Sozialprognose.

Ein 20 Jahre alter Angeklagter wurde zu einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Kammer glaube ihm, dass es ihm nicht um die Beute, sondern um Anerkennung seiner Freunde gegangen sei, sagte Richter Heckemüller. Doch eine Randfigur sei er als Fahrer nicht gewesen. Der Mercedes, der als Tatfahrzeug diente, wird eingezogen.

Die Bewährungsstrafen werden von Auflagen begleitet wie Zahlungen an einen gemeinnützigen Verein, sozialem Training oder ambulanter Drogentherapie.

bar

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