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Bachs Weihnachtsoratorium begeisterte in Jakobi-Kirche

Konzert Bachs Weihnachtsoratorium begeisterte in Jakobi-Kirche

Bachs Weihnachtsoratorium bildete in variierter Zusammenstellung am vergangenen Montag erneut den strahlenden Höhepunkt in der Vorweihnachtszeit.

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Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach gehört für viele Menschen einfach zu Weihnachten dazu.

Quelle: Isabell Massel

Peine. Die Gestaltung in der vollbesetzten St.-Jakobi-Kirche hatten unter der Leitung von Christof Pannes die Jugendkantorei Peine, die Kirchenkreiskantorei St. Jakobi, das Göttinger Barockorchester und ein Solistenquartett übernommen.

„Ohne das Oratorium von Bach ist Weihnachten für mich kein Weihnachten“, konstatierte eine offenbar langjährige Konzertbesucherin vor der St.-Jakobi-Kirche, was ihr alle Nachbarn in der wartenden Schlange nickend bestätigten.Schon mit dem instrumentalen Einstieg durch den Chor und erst recht mit den freudig schwingenden, treffend phrasierenden Bögen des Chores entwickelte sich über dem Text „Rühmet, was heute der Höchste getan“ ein erwartungsfroher, begeisternder Jubelgesang.

Dazu gesellte sich - wie übrigens auch in den nachfolgenden Chören - in den fungierten Binneneinsätzen auch eine teils sogar perlende Exaktheit, getragen von synchroner Deklamation und Durchsichtigkeit der Linien. Besonders konzertante Ansprüche (wie im zusätzlichen Chor der Adventskantate „Schwingt freudig euch empor“) und natürliche Abphrasierungen (wie im „Fallt mit Danken“) kennzeichneten zudem den hohen Ausbildungsstand des Chores.

Kontrastreich atmete der erste Choral „Wie soll ich dich empfangen?“ fragende Ratlosigkeit; Bach wird hier zum ehrlichen Sprecher der Gemeinde. Nur schade, dass diese gemeindliche Integration beim anschließenden Choral „Er ist auf Erden kommen arm“, bewusst in der irdischen Tonart G-Dur gesetzt, nicht von der Jugendkantorei umgesetzt wurde, sondern durch die Solo-Sopranistin. Ansonsten zeigten die Choräle eindrucksvoll die Bandbreite möglicher Glaubensbekenntnisse.

Das Barock-Orchester Göttingen entwickelte sich in seiner Wahlheimat Peine nicht nur zum idealen Partner aller vokalen Strukturen. Es brillierte - dienend und eigenständig zugleich - als Tutti ebenso wie in seinen Continuo- und Solo-Funktionen. Faszinierend der Höreindruck in dem Trost spendenden Duett „Herr, dein Mitleid“ durch die mittig postierte Solo-Oboe und die beiden getrennt nach außen gestellten Violonen, die in ihrer unterschiedlichen Spielweise die Textaussagen beispielhaft grundierten.

Gerade dieses Duett überzeugte auch durch die beiden Vokalsolisten: Magdalene Harer (Sopran) und Henry Böhm (Bass) demonstrierten ihre variationsreiche Tongebung ebenso wie ihre Fähigkeiten, doch wieder modulationsgleich und in homogener Phonetik den Text zu interpretieren.

Beide setzten außerdem weitere Licht-punkte: So in der Echo-Arie „Flößt, mein Heiland“ als trostreicher, einfühlsamer Sopran und mit ehrfürchtiger Majestätik in der Bass-Arie „Großer Herr und starker König“. Jörn Lindemann übernahm mit lyrischer Tongebung authentisch die Rolle des erzählenden Evangelisten, wurde aber in seiner zu gehetzt angegangenen Tenor-Arie „Ich will nur dir zu Ehren leben“ am interpretierenden Gesang gehindert. Paula Mei-singer überzeugte mit ihrer in allen Lagen stimmtechnisch runden, sehr warmen, wohltönenden Altstimme.

Auch wenn die umsichtige Doppelfunktion von Christof Pannes (Orgel und Leitung) in einigen Passagen die Präsenz des Chores minderte, gilt ihm doch ein besonderer Dank für die Initiative und Ausführung dieses Konzertabends, nach dem es bei allen Peinern „nun wahre Weihnachten werden kann“

hl

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