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Autoren verfassen Krimis mit Heimatbezug

Peine Autoren verfassen Krimis mit Heimatbezug

Peine. Verbrechen kann zum Ruhm taugen - bei jenen, die sich raffinierte strafbare Handlungen nur ausdenken und zwischen Buchdeckeln verwahren.

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Treffen in der Krimistube Peine: Die Autoren-Neulinge mit Seminarleiterin Sabine Hartmann (Zweite von links).

Quelle: uj

Peine. Indessen: Reich würden die Autoren solch erdachter Bluttaten nur in seltenen Ausnahmefällen, warnte die Hildesheimer Nebenerwerbs-Schriftstellerin Sabine Hartmann beim ersten Zusammentreffen in der „Krimi-Stube“ der Südstadt.

Mit neun Nachwuchs-Autoren aus dem Peiner Land wird die Verfasserin von Krimi- und Fantasy-Romanen in den nächsten Monaten Kurzgeschichten mehr oder weniger blutrünstigen Inhalts erarbeiten und die Ergebnisse zu einem Buch zusammenfassen. Vorgabe dabei ist, dass alle Storys einen regionalen Bezug haben, also in Peine oder dem Umland spielen.

Viele der meist weiblichen Nachwuchs-Literaten bezeichnen sich zwar als überaus ambitionierte Verbraucher des Genres Kriminalgeschichte - eigene Ideen allerdings zu Schrift werden zu lassen, sei mangels Gelegenheit unter unterschätztem Talent aber meist unterblieben.

Hier setzt die 53-jährige Seminarleiterin - und als Polizistentochter mit dem Genre Krimi seit Kindesbeinen an vertraut - mit ihrem Schreibkurs-Angebot an. Denn warum soll jene Teilnehmerin, bei der es im Traum an der Autobahn-Abfahrt Peine aus einem Fesselballon Leichenteile ins Cabrio regnet, daraus nicht eine spannende Erzählung stricken?

Und zu einem „Tatort“ könnte die Idee einer anderen Seminaristin reifen, die anlässlich der in Peine sogenannten fünften Jahreszeit beispielsweise den neuen Bürgerkönig durch Heimtücke und den Einsatz gemeingefährlicher Mittel statt vor dem alten Rathaus hochleben unter einen Zinksargdeckel leblos präsentieren möchte.

„Alles ist unter Einhaltung bestimmter Regeln möglich“, ermuntert Hartmann, die seit vier Jahren eine Hauptschule leitet. Und so ist es nicht erstaunlich, dass sich die erste Schreibübung des Abends zwar im ersten Moment wie eine, zugegebener Maßen kreative, Deutschstunde anfühlt: ein Dreizeilen-Krimi im strengen 5-7-5-silbigen Versmaß eines „Haiku“, eines scherzhaften japanischen Gedichtes.

Leise murmelnd werden Silben an den Fingern abgezählt und die sogleich vorgetragenen Resultate zeigen, dass sich in Sabine Schymoschs Krimistube nicht nur eine engagierte, sondern auch talentierte Autoren-Gruppe formen könnte, die ad hoc sogar kernige Krimi-Plots auf Postkartengröße zu pressen in der Lage ist.

Zu Beginn hatten alle ihre Lieblingsstellen in Stadt und Land preisgegeben. Jene wird die Autorengesellschaft beim nächsten Zusammentreffen besuchen, der Ortskenntnis wegen und auch um Tatorte auszusuchen. Welch krude, gefährliche oder spektakuläre regionale Bluttaten sich daraus ergeben, wird in einigen Monaten auf etwa 300 Seiten nicht nur nachzulesen, sondern sogar nachzuhören sein. Denn natürlich werden die Schreibkünstler ihre morbiden Straftaten dem Publikum auch gerne vorlesen. In der PAZ wird stehen, wann und wo.

uj

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