Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Autismus-Gruppe wünscht sich Verständnis

Peine Autismus-Gruppe wünscht sich Verständnis

Der internationale Welt-Autismus-Tag fand in dieser Woche statt - auch in Peine gibt es zahlreiche von der Entwicklungsstörung Betroffene, ob direkt oder indirekt. So auch Andrea Dünow, Mutter eines autistischen Kindes.

Voriger Artikel
A 2 nach Lkw-Karambolage weiter gesperrt
Nächster Artikel
Silberkamp streicht Fünf-Minuten-Pausen

Sie sind betroffene Mütter und engagierte Helfer: Heidrun Adler (l.) und Andrea Dünow sind der Kopf der Autismus-Selbsthilfegruppe in Peine.

Quelle: js

Sie wusste, dass ihr Kind anders ist - vor zwei Jahren erhielt sie die Diagnose: Autismus. „Das war aber kein Schock, sondern eher eine Erlösung“, sagt Dünow heute. „Endlich wusste ich, warum mein Kind sich so verhält, wie es sich verhält.“

Doch sie fand in Peine keine Anlaufstelle, um sich über das Thema zu informieren und auszutauschen. „Dann habe ich mit Hilfe des Paritätischen eben selbst eine solche Gruppe gegründet.“

Mit großem Erfolg trifft sich die Selbsthilfegruppe für Eltern von Kindern mit autistischen Störungen seit Mitte 2011. Heidrun Adler, die Dünow seit den ersten Tagen der Gruppe unterstützt und selbst betroffene Mutter ist, erläutert: „Man braucht in manchen Situationen jemanden, der einem zuhört und vor dem sich nicht erklären muss, warum das Kind so ist.“

Kleine Hilfen oder Tipps, wie die betroffenen Eltern mit bestimmten Situationen umgehen, neue Anregungen oder einfach nur Geplaudere - das alles biete die Selbsthilfe-Gruppe. Denn: „Es sind das Alleinsein und die Hilflosigkeit, die einen zermürben“, betont Adler.

Doch nicht nur für die Gruppe, sondern auch für mehr Akzeptanz für Autismus werben die beiden. Adler: „Wir wünschen uns ein bisschen mehr Verständnis und mehr Akzeptanz gegenüber Betroffenen - ohne einen Stempel aufzudrücken oder sie zu belächeln.“ Diese Ansicht teilt auch Gruppen-Initiatorin Dünow. „Unsere Kinder sind nicht behindert, sie werden gehindert. Unsere Kindern sind nicht anders, unsere Kinder sind speziell.“

Besonders zahlreiche Vorurteile ärgern die beiden engagierten Peinerinnen: „Oft muss man sich für sein Kind rechtfertigen, nur weil Außenstehende die Verhaltensmuster falsch oder gar nicht verstehen“ - diese Schranken wollen Adler und Dünow aufbrechen, Vorurteile abbauen, Informationen geben. Aber vor allem betroffenen Eltern einen Ort bieten, an dem sie sich verstanden fühlen.

js

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Konzert für Schüler in Ilsede
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung