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Ausstellung zeigt Oldtimer-Schätze

Peine Ausstellung zeigt Oldtimer-Schätze

Was viele Jahrzehnte lang über Peiner Straßen rollte, ist den Mitgliedern des Fördervereins zur Erhaltung historischer Fahrzeuge, Maschinen und Geräte viele Arbeitsstunden in der Freizeit wert. Am morgigen Sonntag ab 10 Uhr zeigt man die schönsten Schätze bei der Verkehrswacht am Schleifmühlenweg.

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An dem schwarz glänzenden DKW-Pritschenwagen hat Hermann Hoffmann fünf Jahre lang gearbeitet.

Quelle: sz

Vor 25 Jahren, am 26. März 1988, wurde der Verein von 17 technikbegeisterten Männern gegründet. Heute zählen 115 Mitglieder dazu. In ihrem Vereinsstützpunkt in der Käthe-Kollwitz-Straße treffen sie sich einmal monatlich zum Stammtisch. Die Frauen tagen parallel. „Dann werden Benzingespräche geführt“, erklärt Jürgen Pohl, Pressewart des Fördervereins. Rund um die fachsimpelnden Menschen stehen die Schätzchen des Vereins, metallene Zeugen der Vergangenheit. Die Velorex aus den 1960er-Jahren gehört nicht so ganz zum alten Eisen: Das originelle Fahrzeug, eine Art Motorrad für zwei Personen, hat keine Metall-Karosserie, sondern ist mit Kunstleder bespannt. „Davon gibt es nur noch eine Handvoll“, erklärt der Vorsitzende Hermann Hoffmann stolz.

Kleinwagen aus der Nachkriegszeit können richtig teuer sein: „Eine gut erhaltene Isetta kann 30 000 Euro, der sehr seltene vierrädrige Messerschmitt Kabinenroller ,Tiger‘ 100 000 Euro kosten“, fügt Pohl hinzu.

Die Halle des Jubiläums-Vereins beherbergt nicht nur alte Autos: In der Halle stehen nebeneinander ein 40 Jahre alter knallroter Ford Transit, ein mit Muskelkraft zu betreibender Krankenfahrstuhl für Beinamputierte, ein Lanz Bulldog Trecker von 1945, eine Feuerwehrlafette mit Holzspeichenrädern und Vollgummibereifung aus den 20er-Jahren und der „Elefant“, ein bulliges Zündapp-Motorrad, Baujahr 1943.

Über den Köpfen der Besucher thronen der Nachbau einer hölzernen Draisine, des allerersten Fahrrads der Welt, und ein Original-Hochrad. „Angefangen hat der Verein mal mit Landmaschinen und Feuerwehrtechnik“, erklärt Hoffmann. „Ende der 80er-Jahre stand ja auf jedem Hof noch etwas herum, was aber zu schade zum Wegwerfen war, da haben sich die Gründungmitglieder zusammengefunden.“ Immerhin sei die alte Fahrzeugtechnik ein schützenswertes Kulturgut. Er selber ist mit einem DKW Baujahr 1939, den er in Vöhrum gefunden hatte, 1989 Vereinsmitglied geworden. „Inzwischen bin ich dabei, meinen Bestand von 20 Motorrädern und vier Autos nach und nach abzubauen“, meint der gelernte Kfz-Techniker, der 40 Jahre lang bei VW mit Motoren zu tun hatte.

Vermessungstechniker Jürgen Pohl fällt Passanten mit seinem orangefarbenen BMW 1802 Touring von 1974 deutlich auf. In ihrem Verein sei jeder willkommen - ob Mofa- oder Lkw-Fahrer, ob Besitzer eines 30 Jahre alten Oldtimer oder 20 Jahre alten Youngtimers. „Wir freuen uns auch über Fans, die gar kein Fahrzeug besitzen“, versichern sie.

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