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Ausstellung im Rathaus: Verschwundene Wüstung Alrum

Peine Ausstellung im Rathaus: Verschwundene Wüstung Alrum

Peine. Im Peiner Rathaus wurde jetzt eine Ausstellung zum Thema „Wüstung Alrum - Bilanz der bisherigen Forschung“ durch den Hausherrn Bürgermeister Michael Kessler (SPD) eröffnet. Als Wüstung wird eine Siedlung bezeichnet, die im Mittelalter oder in der Neuzeit aufgegeben wurde und verfallen ist.

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Die Gäste informierten sich über die verlassene Ortschaft Alrum und sahen sich die Schautafeln an.

Quelle: Foto: Antje Ehlers

Im Landkreis Peine gibt es viele solcher Wüstungen, Alrum bei Dungelbeck ist dabei am besten erforscht.

Durch Ortsbegehungen wurde bereits in den sechziger Jahren eine Wüstung vermutet und lokalisiert. Im Rahmen der Leitungsverlegung beim Bau des neues Sportplatzes 2005 im Osten des Dorfes führte dann Archäologe Thomas Budde Grabungen durch, zahlreiche Fundstücke wie Silbermünzen, Knochen, Keramikscherben und Hinweise auf Grubenhäuser wurden entdeckt.

Aufgrund dieser Funde ließ sich der Verfall der Siedlung relativ gut zeitlich auf das Ende des 15. Jahrhunderts einordnen, Gründe dafür können jedoch nur vermutet werden.

Kessler betonte „es ist sehr spannend, was Archäologen zu Tage bringen“ und sprach damit den Mitgliedern des an den Grabungen beteiligten Dungelbecker Heimatvereins und den anderen Besuchern aus dem Herzen.

Der Archäologe Thomas Budde erklärte in seiner kurzen Ansprache zur Geschichte der Grabungen, dass es vermutlich noch weitere Funde geben dürfte, allerdings darf nicht ohne Anlass gegraben werden. Er sprach ebenfalls dem Kreisheimatbund (KHB)und dem Heimatverein Dungelbeck seinen Dank aus, denn „ohne so eine Unterstützung wandern Funde ins Archiv und werden vergessen“.

Im Rahmen der Eröffnung stellte der Vorsitzende des Kreisheimatbundes, Dr. Ralf Holländer, das von ihm gemeinsam mit Dr. Jens Binner, ebenfalls vom KHB, herausgebrachte Buch „Alrum Throne - Beiträge zur Wüstungsforschung im Landkreis Peine“ vor. Besucht werden kann die Ausstellung bis zum 8. September zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses an der Kantstraße.

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